Geplante Baumfällungen werfen viele Fragen auf

hzBäume

Mehr als 120 Bäume müssen im Gemeindegebiet gefällt werden. Dazu hatten die Politiker im Bauaussschuss und eine Bürgerin noch einige Fragen.

Schermbeck

, 27.11.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wegen mehrerer Gründe müssen mindestens 120 Bäume, eher mehr, in Schermbeck gefällt werden. Einige Bäume sind an der Rußrindenkrankheit erkrankt, die beim Fällen sogar dem Menschen gefährlich werden kann, da die Pilzsporen beim Einatmen die Lunge schädigen können.

Johannes Ebbert (CDU) fragte bei den Experten der Verwaltung nach, ob darauf geachtet werde, dass als Ersatz pilzresistente Bäume gepflanzt werden. Das sei so, entgegnete Alexander Thomann vom Fachbereich Strategische Steuerung Verwaltung und Bauhof. Noch sei nicht bekannt, warum gerade an den einzelnen Stellen der Befall mit der Pilzerkrankung auftrete.

„Der Baum war komplett hinüber“

Holger Schoel (Grüne) berichtete, dass er die Rußrindenkrankheit selbst im Garten gehabt habe. „Der Baum war komplett hinüber.“ Mit einem Baumexperten habe er damals über die Krankheit gesprochen. „Mit dem Fällen des Baums kann man warten, bis die Krankheit fortgeschritten ist. Die Pilzsporen breiten sich erst aus, wenn der Baum entfernt wird. Manchmal überleben die Bäume das auch.“

Die Fällung, so Thomann, sei die „letzte Möglichkeit“. Betroffene Bäume erhielten einen Prüfvermerk und würden kontrolliert. „Wenn gefällt wird, sollte keiner in der Nähe sein.“

Blütenvielfalt für Insekten

Schoel sprach sich zudem dafür aus, dass bei Ersatzpflanzungen auch darauf geachtet werde, Bäume mit einer Blütenvielfalt auszuwählen, die für Insekten interessant sei. „Wenn wir schon Blumenwiesen pflanzen.“ Thomann versprach, diesen Hinweis aufzunehmen. Schoel hakte auch zum Beschnitt von Bäumen an der Schetterstraße nach, die krumm gewachsen seien. „Wachsen die noch in die andere Richtung oder sind die schon längst verloren?“ Von der Verwaltung kam die Antwort, dass der Beschnitt „manchmal komisch“ aussehe, aber auf ein symmetrisches Wachstum geachtet werde.

Elke Kliemt fragte in der Einwohnerfragestunde, ob die neu zu pflanzenden Bäume in die selben Löcher gepflanzt würden, wo vorher die gefällten Bäume gestanden haben. Denn dann sei ein erneuter Pilzbefall zu befürchten. Es würden nicht dieselben Stellen genutzt, so Thomann. Kliemt fragte auch, ob man für die neuen Bäume Zuschüsse vom Bund erhalten könne. Thomann: „Das müssen wir prüfen.“

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