Coronavirus bestimmt Schulalltag in Schermbeck von der ersten Minute an

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Das Coronavirus wird das neue Schuljahr an der Grundschule in Schermbeck bestimmen. An viele Regeln müssen sich vor allem Erstklässler gewöhnen. Los geht es schon bei der Begrüßung.

Schermbeck

, 11.08.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für 49 Jungen und 43 Mädchen beginnt am Donnerstag (13.8.) an den beiden Standorten der Schermbecker Verbundschule die schulische Laufbahn. 43 Erstklässler starten am Hauptstandort (Weseler Straße), 49 am Teilstandort an der Schienebergstege. Laut Rektorin Jessica Steigerwald erwartet die Erstklässler an beiden Standorten ein Empfang, dessen Ablauf coronabedingt von den Vorgaben des Schulministeriums bestimmt wird.

Besonders freuen sich Lehrkräfte und die größeren Schüler darauf, die Schulneulinge begrüßen zu dürfen. Am Hauptstandort beginnt um 9 Uhr auf dem Bolzplatz im hinteren Teil des Schulhofs ein ökumenischer Wortgottesdienst, der von Pfarrer Dieter Hofmann und Pastoralreferentin Birgit Gerhards gestaltet wird. Am Teilstandort beginnt Birgit Gerhards den katholischen Wortgottesdienst auf dem Schulhof um 10 Uhr.

Nur zwei Begleitpersonen

An beiden Standorten werden Sitzmöglichkeiten für die Kinder – nach Klassen sortiert – geschaffen. Eltern werden gebeten, sich mit einem Mindestabstand von anderthalb Metern im Hintergrund aufzuhalten. Jeder Erstlässler darf nur zwei Begleitpersonen mitbringen. Im Anschluss an den Gottesdienst gehen die Kinder mit ihren Klassenlehrern und -lehrerinnen in den Klassenraum, um dort etwa eine halbe Stunde Unterricht zu erleben.

Für die offene Ganztagsschule (OGS) gilt ab dem 12. August: Alle angemeldeten Kinder werden in einer Kernzeit von 11.45 bis 16 Uhr von montags bis freitags betreut. Eine spätere Abholung ist nicht möglich. Die Kinder müssen auch hier auf dem Schulhof und in den Gebäuden eine Nasen-Mund-Bedeckung tragen. Im eigenen Gruppenraum darf die Bedeckung abgelegt werden.

Zusammen mit den 92 Erstklässlern werden in diesem Schuljahr 390 Jungen und Mädchen in acht Klassen unterrichtet, 196 am Hauptstandort, 194 am Teilstandort. Viele Details sind, seitdem Jessica Steigerwald am 1. August 2019 die Leitung beider Schulen übernahm, mittlerweile bei beiden Schulen gleich. So gibt es an beiden Standorten Paten, die die Erstklässler betreuen. Die Material-Listen beider Schulen sind gleich.

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Besonderer Wert wird in diesem Jahr auf eine Wiederholungsphase zu Beginn gelegt – schließlich gab es im vergangenen Schuljahr während einer längeren Zeit keinen gemeinsamen schulischen Unterricht. Wegen einer Vorerkrankung sind drei Lehrer vom Unterricht befreit.

„Wir hatten großes Glück, dass sich viele Interessenten beworben haben“, freut sich Jessica Steigerwald über die Mitarbeit vier junger Menschen, die derzeit größtenteils ihr Lehramtsstudium absolvieren: Sofia Turnbull, Kim Sendker, Valerie Tenbrün und Wiebke Jansen.

Digitales Lernen fördern

Welche Projekte im Schuljahr 2020/21 verwirklicht werden können, steht noch nicht fest. „Wir konzentrieren uns besonders auf den Unterricht“, sagt Schulleiterin Steigerwald. „Sobald die Anzeichen zu größeren Lockerungen gegeben werden, werden auch wieder Projekte zur Gestaltung des Schullebens verwirklicht.“ Dann könne man sogar an Projekte anknüpfen, für die bereits vor einem Jahr die Planungen begonnen hatten.

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Das Coronavirus zeigte Schulen und Schulträgern, wie wichtig eine Förderung der Digitalisierung in den Schulen ist. In den nächsten Tagen wird es Gespräche mit der Gemeindeverwaltung geben, in denen es um die Beschaffung von Endgeräten geht, die von den Schülern mit nach Hause genommen werden können.

Die digitale Lernplattform „Logineo“ soll dazu beitragen, die Bereitstellung von Texten, Videos und anderer Unterrichtsmaterialien für die Online-Betreuung von Schülern unter Berücksichtigung des Datenschutzes zu optimieren.

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