Kilianfest erstmals im Schermbecker Festzelt eröffnet

Meilenstein

SCHERMBECK / ALTSCHERMBECK Die Uhrzeit 17.52 Uhr am 11. Juli 2009 werden die Schriftführer beider Kiliangilden als ein historisches Datum vermerken. Erstmals in der inzwischen 127-jährigen gemeinsamen Geschichte des friedlichen Zusammenlebens beider Schützengilden wurde am Samstag ein Kilianfest gemeinsam im Schermbecker Festzelt eröffnet.

von Von Helmut Scheffler

, 12.07.2009, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Betrachtungen des Pfarrers kreisten um die Begriffe Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie um den Prozess des Vergegenwärtigens der Opfer von Kriegen und Faschismus. Präsident Beck mahnte in seiner Rede zur Wachsamkeit. Man müsse achtgeben, dass nicht die radikalen Enden des politischen Spektrum auf der Basis wirtschaftlicher schwieriger Zeiten wachsen könnten. Nach der Begegnung beider Gilden im Festzelt am Mühlenteich zogen die Altschermbecker Kilianer über die mit vielen grün-weißen Fähnchengirlanden und Maien geschmückte Mittelstraße und Freudenbergstraße an den Kirmesständen vorbei ins eigene Festzelt zurück, wo die Abordnung vom Jugendorchester der Blaskapelle „Einklang“ mit flotten Rhythmen begrüßt wurde.   Im Schermbecker Festzelt standen am Abend Ehrungen an. Präsident Beck gratulierte Bernd Holtmann zur zehnjährigen Mitgliedschaft im Vortrommler-Stammtisch „Tsching-Bumm Aida“. Aus dem Offizierskorps wurden der Majorsadjutant Peter Werner und der Fahnenträger Christian Herzig ebenso verabschiedet wie der Major Kalle Herms und Oberleutnant Tasso Stiebels. In seiner 20-jährigen Tätigkeit als Offizier war Michael Nissing Wachtmeister, bei der Standarte, Majorsadjutant und Spieß.

  Zu Ehrenschützen wurden Dieter Grebenstein und Gerd Nuyken ernannt. „Du hinterlässt eine Lücke“. versicherte Beck dem scheidenden Vorstandsmitglied Grebenstein, der sich alljährlich um die Organisation der Kinderbelustigung auf der Vogelrute kümmerte. Dem ausscheidenden Vize-Präsidenten Gerd Nuyken bescheinigte Beck „eine beispielhafte Kilianer-Karriere“. Sie begann im Jahre 1971 und führte über die Posten des Fahnenträgers, Spieß und Hauptmann im Jahre 1990 in den Vorstand. Nach der Tätigkeit als Kassierer in den Jahren 1990 bis 1999 wurde Nuyken im Jahre 2000 Vize-Präsident. 1998 war er König der Kilianer. Feierlich wurde es im Schermbecker Festzelt, als Oberst Wolfgang Lensing im Festzelt den Befehl zum „Großen Zapfenstreich“ gab, der mit dem gemeinsamen Gesang der Nationalhymne endete. Danach luden die Band „Sixth Avenue“ und die Stadtkapelle Ahaus zum Festball ein. 

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