Landrat Ingo Brohl fordert Abschuss der „Problemwölfin“ Gloria

Wolfsgebiet Schermbeck

Der neu gewählte Landrat des Kreises Wesel, Ingo Brohl (CDU), fordert den Abschuss der im Kreisgebiet ansässigen Wölfin „Gloria“. Bislang hatte der Kreis den Abschuss abgelehnt.

Schermbeck

06.11.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der neu gewählte Landrat des Kreises Wesel, Ingo Brohl (CDU), fordert den Abschuss der im Kreisgebiet ansässigen Wölfin „Gloria“.

Der neu gewählte Landrat des Kreises Wesel, Ingo Brohl (CDU), fordert den Abschuss der im Kreisgebiet ansässigen Wölfin „Gloria“. © dpa

Die Wölfin habe mehrere Schafe gerissen und sei als „Problemwolf“ einzuschätzen, sagte eine Kreissprecherin nun. Deshalb trete Brohl für die „Entnahme“ ein, falls sie rechtlich möglich sei.

Einen entsprechenden Antrag eines Schäfers hatte der Kreis noch im Juni 2020 abgewiesen und auf zumutbare Schutzmaßnahmen wie Hunde, Zäune oder nächtliches „Einstallen“ verwiesen. „Herr Brohl bewertet das anders als sein Vorgänger“, sagte die Kreissprecherin.

Das LANUV hat am Freitag bekannt gegeben, dass das in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober auf einer Kirchhellener Weide gerissene Shetlandpony von einem Wolf getötet wurde. „Die Halter wurden über das Ergebnis informiert, sie können bei der Bezirksregierung Münster eine Entschädigung für den Verlust beantragen“, so das LANUV.

Dies sei in NRW der erste durch einen Wolf verursachte Schaden an einem Pferd bzw. einem kleinen Pony seit dem ersten Nachweis eines Wolfs in NRW im Jahr 2009. In Deutschland wurden im zurückliegenden Jahr 2019 elf Übergriffe auf Pferde registriert, was 0,38 Prozent aller geschädigten Haus- und Nutztiere entspreche, so das LANUV.

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