Zu den Vorschlägen für eine Verkehrsführung auf der Mittelstraße sollen die Bürgerinnen und Bürger in den kommenden sechs Wochen ihre Meinungen und Ideen äußern. © Guido Bludau
Nadelöhr Mittelstraße

Mittelstraße und Ortskerngestaltung: Die Bürger sind jetzt gefragt

Jetzt sind die Bürger gefragt: Zur Verkehrsführung der Mittelstraße und der Neugestaltung des Ortskerns können sie sechs Wochen die Vorschläge der Planer bewerten und Ideen einbringen.

Das Nadelöhr Mittelstraße steht im Zentrum der Planungen. Zu viel Verkehr drängt sich seit Jahren auf der Einkaufsmeile Schermbecks – doch eine Abhilfe ist schwierig. 14 Varianten der Verkehrsführung im Ortskern haben die Planer vom Büro Runge IVP in den Zwischenergebnissen im Juli 2021 durchgerechnet.

Die Zahl hatte sich deshalb erhöht, weil „Die PARTEI“ darauf hingewiesen hatte, dass es noch keinen Beschluss gegeben habe, die Marellenkämpe für den motorisierten Verkehr zu öffnen, aber alle Berechnungen dies zugrunde legten.

Diese Zahlen lieferten die Planer nach. Aber sie bleiben bei ihrer Empfehlung, die Marellenkämpe zu öffnen. Bei der Einrichtung einer Fahrradzone in der Mittelstraße werde etwa ohne Öffnung der Marellenkämpe „die Verkehrsqualität am Knotenpunkt Mittelstraße/Kapellenweg nicht mehr ausreichend sein“. 7.100 Fahrzeuge würden dann laut Berechnung täglich über den Kapellenweg fahren. 2.700 mehr als jetzt.

Öffnung der Marellenkämpe wird weiter empfohlen

Die Verkehrsfläche der Marellenkämpe sei ausreichend für eine „Einrichtungsfahrbahn“ sowie einen Gehweg, so die Planer. „Die Öffnung der Marellenkämpe für den Kfz-Verkehr Richtung Osten wird empfohlen und bei weiteren Untersuchungen zugrunde gelegt.“

Positiv beurteilen die Planer drei Verkehrsführungsszenarien auf der Mittelstraße: eine Einbahnstraße Richtung Süden, eine Fahrradzone sowie einen verkehrsberuhigten Bereich. Diese Möglichkeiten sollen den Bürgern im Beteiligungsverfahren vom 28. Juli bis zum 8. September vorgelegt werden.

Maximal entlastet würde die Mittelstraße bei einer Fahrradzone, so die Planer – „zulasten der umliegenden Straßen“. Verträglicher für die umliegenden Straßen seien eine Einbahnstraße oder ein verkehrsberuhigter Bereich auf der Mittelstraße.

Vorschläge auf der Homepage

Bei der Bürgerbeteiligung werden aber auch die Vorschläge für die Grünanlagen, die Mühlenteiche und die ehemalige Wallanlage sowie die Entwicklung neuer Wohngebiete gezeigt und die Meinung der Bürger abgefragt. Einzusehen sind diese ebenfalls unter www.schermbeck.de (Button „Unser Schermbeck Bürgerbeteiligung“).

Geplant ist auch eine Präsenzveranstaltung am 25. August (Mittwoch) im Besucherzentrum des Rathauses. „Sofern die dann geltenden Corona-Bestimmungen es zulassen“, schränkt die Verwaltung allerdings ein. Bei dem Termin würden alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um mit den Planungsbüros ins Gespräch zu kommen.

Für Rückfragen steht eine Info-Hotline (02853/910-299) oder eine E-Mail Adresse (Buergerbeteiligung@schermbeck.de) zur Verfügung.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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