Ölpellets-Skandal: Kreis Wesel legt Zwischenbericht des Gutachtens vor

Ölpellets-Skandal

Im Ölpellets-Skandal wird gespannt auf das Gutachten des Umweltministeriums gewartet. Nun wurde ein Zwischenbericht veröffentlicht.

Schermbeck

, 27.04.2020, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Luftbild vom 22. Mai 2012 entstand zu einem Zeitpunkt, als ein Großteil der Ölpellets und hoch toxischer Stoffe auf dem Mühlenberg im Gahlener Heisterkamp abgelagert wurde.

Dieses Luftbild vom 22. Mai 2012 entstand zu einem Zeitpunkt, als ein Großteil der Ölpellets und giftiger Stoffe auf dem Mühlenberg im Gahlener Heisterkamp abgelagert wurde. © Helmut Scheffler (A)

Beim Ölpellets-Skandal wurden rund 30.000 Tonnen giftiger Ölpellets und weitere Stoffe illegal in einer ehemaligen Tongrube in Gahlen vergraben. Das Umweltministerium hatte das neue Gutachten am 18. Oktober 2019 in Auftrag gegeben.

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Diplom-Geologe Michael Kerth und Diplom-Ingenieur Michael Prahl, die das Gutachten erarbeiten, haben nun einen Zwischenbericht vorgelegt. Klären soll ihr Gutachten, ob die Befürchtungen in der Bevölkerung berechtigt sind, dass Schadstoffe sich aus der Verfüllung ausbreiten könnten - auch solche, die man bislang noch gar nicht betrachtet habe.

Noch keine Bewertung

Allzu viele Antworten sollte man sich vom Zwischenbericht nicht erhoffen, denn eine Bewertung nehmen die Autoren noch nicht vor. Im Zwischenbericht wird das Procedere der Untersuchung beschrieben, die vor allem aus der Aus- und Bewertung von vorhandenen Unterlagen besteht. Auch die getroffenen Maßnahmen, die durch zwei Gutachten zuvor empfohlen wurden, sollen bewertet werden. Eine Gefährdungsabschätzung soll für die „überschaubare Zukunft“, also einige Jahrzehnte, gelten.

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Die Beschaffung und Sichtung der 138 Dokumente, so die Verfasser des Zwischenberichts, habe von Oktober 2019 bis Februar 2020 gedauert - länger als geplant. Der Entwurf des Abschlussberichts soll im September 2020, die Endfassung im Dezember 2020 fertig sein.

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