Pastor Klaus Honermann in Schermbeck nach 13 Jahren verabschiedet

hzKirche St. Ludgerus

Er war Seelsorger, Trompeter, Künstler und Fotograf zugleich: Pastor Klaus Honermann wurde am Sonntag in der St-Ludgerus-Kirchengemeinde feierlich verabschiedet.

Schermbeck

, 28.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Tage vor seinem offiziellen Dienstende als Pastor in der Ludgerusgemeinde und als Dechant im Dekanat Wesel wurde Klaus Honermann nach der zweiten Sonntagsmesse feierlich verabschiedet. Wegen der vom Coronavirus verursachten Vorgaben konnten nur etwa 60 geladene Gäste an der Verabschiedung teilnehmen.

Dazu gehörten unter anderen die aktuellen Schermbecker Pfarrer Dieter Hofmann, Hans Herzog und Christian Hilbricht und die ehemaligen Pfarrer Wolfgang Bornebusch und Franz-Gerd Stenneken ebenso wie Pastor Xavier Muppala und die Pastoralreferentin Birgit Gerhards, die Diakone Ekkehard Liesmann und Karl Haßlinghaus und zahlreiche Vertreter kirchlicher Gruppen.

Rückschau auf 13 Jahre

Nach der Messe, die vom Organisten Josef Breuer und von mehreren Solisten musikalisch untermalt wurde nutzten mehrere Redner die Gelegenheit, Rückschau auf das 13-jährigen Wirken Honermanns innerhalb der Kirchengemeinde St. Ludgerus zu halten.

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Als stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands machte Bernd Becker deutlich, dass Honermann anders als sein Vorgänger Franz Gerd Stenneken war. „Diese Erkenntnis“, so Becker, „wurde uns bereits bei der Einrichtung und Umgestaltung des Pfarrhauses deutlich, denn du weißt ja, was du willst oder anders ausgedrückt: Du machst dein Ding. Aber dies muss kein Nachteil sein. Im Gegenteil, unsere pluralistische Gesellschaft lebt von der Vielfalt und es ist gelungen, deine Stärken zum Wohle unserer Pfarrgemeinde einzusetzen.“

Eher intellektuell geprägt

Becker verwies auf Honermanns „eher intellektuell geprägten Interessen“, auf seine künstlerischen Aktivitäten „als Trompeter, Dichter, Maler und Fotograf.“ Die Kirchengemeinde habe von Honermanns Fähigkeit der kraftvollen Worte profitiert.

Bürgermeister Mike Rexforth ergänzte in der Sprache von Fußballern die kirchlichen Leistungen Honermanns um Schilderungen von Beobachtungen der Gemeindeglieder und von persönlichen Begegnungen.

„Oft die Bälle zugespielt“

„Wir haben uns in herausfordernden Situationen die Bälle zugespielt, sie verarbeitet und sowohl die Verteidigung als auch den Angriff gut im Griff gehabt“, bilanzierte Rexforth und erinnerte beispielhaft an die Gründung einer öffentlichen kirchlichen und kommunalen Bücherei, an die Herausforderungen der Flüchtlingskrise und die Entscheidung im Zusammenhang mit der Neuordnung der Grundschullandschaft.

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In dem Bemühen, ein komplexes Charakterbild des scheidenden Pastors zu zeichnen, berichtete Rexforth davon, dass Honermann es verstanden habe, „die große Erwartungshaltung an einen Spielmacher zu erfüllen“, die Fans abzuholen und sie zu erden „und ihnen den Blick für das Wesentliche“ zu öffnen.

„Du hast“, so Rexforth, „vielen Menschen in den dreizehn Jahren Halt gegeben, als Seelsorger, als Freund“, resümierte Rexforth und wünschte Honermann in seiner Wahlheimat Xanten eine gute Fanbasis, viele neue Begegnungen und Freundschaften.“

DVD mit Grußbotschaften

Im Namen des Pfarreirates steuerte Christine Wolf Erinnerungen an die Zeit bei, als Honermann zunächst nur als Seelsorger wahrgenommen wurde, und an den Prozess der Dialogisierung mit den einzelnen Teams. Dann überreichte sie dem scheidenden Pastor eine DVD mit den Grußbotschaften von mehr als 50 Gruppen, die zu einem Video zusammengestellt wurden.

Zum Abschied erhielten alle Besucher eine Kopie von Honermanns Predigt und eine achtseitige farbige Broschüre, in der Pastor Honermann in Bildern und Texten seine dreizehnjährige Tätigkeit in Schermbeck Revue passieren lässt.

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