Desirée Kaiser ist neue Pastoralreferentin in der Ludgerus-Gemeinde. © Helmut Scheffler
Coronavirus

Präsenzgottesdienste zu Ostern: Gemeinden gehen unterschiedliche Wege

Erst wurden sie gebeten, auf Präsenzgottesdienste an Ostern zu verzichten. Dann zog die Regierung die Bitte zurück. So gehen die Kirchengemeinden in Schermbeck mit der Situation um.

Nur einen Präsenzgottesdienst mit maximal 30 Besuchern will die Evangelische Kirchengemeinde Schermbeck feiern. Am Ostersonntag um 11 Uhr müssen diese FFP2-Masken tragen und sich zuvor bis 1. April unter Tel. 02853-3114 anmelden. Alle anderen Präsenzgottesdienste fallen ansonsten bis zum 18. April aus.

„Abgesehen von der Ausnahme am Ostersonntag folgt die Kirchengemeinde damit dem Aufruf Superintendent Brödenfelds“, so Pfarrer Dieter Hofmann. Dieser hatte die Kirchengemeinden im Kreis Wesel aufgefordert, alle Präsenzveranstaltungen bis zum 18. April abzusagen.

Gemeinde nimmt „Warnungen der Virologen sehr ernst“

„Die Gemeinde bedauert, dass keine weiteren Gottesdienste stattfinden können. Sie nimmt jedoch die Warnungen der Virologen sehr ernst, die mehr Ansteckungen mit dem Covid-19-Virus und ansteigende Inzidenz-Zahlen prognostizieren“, so Hofmann.

Er und Pfarrer Hans Herzog wollen einen schriftlichen Ostergruß an alle Gemeindemitglieder versenden. Zudem gibt es Video-Gottesdienste auf der Homepage der Gemeinde. An der Kirche, dem Gemeindebüro, auf dem Friedhof und an der Kita Hand an Hand können Interessierte schriftliche Kurzandachten abholen.

Sieben Gottesdienste in St. Ludgerus

In der katholischen Ludgerus-Gemeinde will man die Präsenzgottesdienste laut Pastoralreferentin Desirée Kaiser „möglichst kontaktlos“ feiern. Die Termine: Gründonnerstag (20 Uhr, mit Chor „da capo“), Karfreitag (15 Uhr), Samstag (21 Uhr mit Solistin Katja Müller), Ostersonntag (8.30 Uhr und 10.30 Uhr mit dem Quartett der Kapelle Einklang) sowie Ostermontag (8.30 Uhr und 10.30 Uhr mit Schola des Chors da capo, Solistin und Orgel).

Wer mitfeiern will, benötigt ein Ticket. Ausgebucht, so Kaiser, seien die Plätze noch nicht. „Auch wenn Ostern für uns Christen das höchste Fest ist, gibt es schon einen Unterschied zu Weihnachten, was die Beteiligung betrifft. In den letzten Jahren war schon beobachtbar, dass weniger in der Kirche waren.“ 70 Plätze gibt es pro Gottesdienst, auch wenn das Hygienekonzept 90 erlaubt hätte. „So haben wir noch einen Puffer.“

Eine medizinische Mund-Nase-Maske müssen die Besucher auf dem Kirchplatz und im Gottesdienst tragen. Abstandsregeln sind einzuhalten, Gemeindegesang ist nicht erlaubt. Zudem werden die Gottesdienstbesucher aufgefordert, den Kirchplatz nach den Gottesdiensten zügig zu verlassen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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