Rennradfahrer stürzt über den Lenker - und wird beschimpft

Unfall

Ein 45-jähriger Rennradfahrer ist am Samstag bei einem Unfall verletzt worden. Von seiner Unfallgegnerin erhielt er laut Polizei allerdings keine Hilfe - sondern wurde beschimpft.

Schermbeck

, 25.05.2020, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei sucht nach einer etwa 50-jährigen Frau.

Die Polizei sucht nach einer etwa 50-jährigen Frau. © dpa

Der 45-jähriger Rennradfahrer aus Schermbeck fuhr am Samstagnachmittag um 16.45 Uhr auf dem Radweg der Dinslakener Straße in Hünxe aus Richtung Drevenack kommend in Fahrtrichtung Dinslaken. In Höhe der Einmündung zum Schulte Drevenacks Hof kollidierte er mit einer etwa 50-jährigen Frau, die mit ihrem Hund ebenfalls auf dem Weg in dieselbe Richtung unterwegs war.

Der Rennradfahrer habe ausgesagt, dass Frau und Hund die gesamte Wegbreite in Beschlag genommen hätten, sagt Polizeisprecherin Andrea Margraf, aber auch: „Er hatte keine Klingel am Rad.“ In solchen Fällen müsse sich der Radfahrer bemerkbar machen, „etwa durch lautes Rufen“.

„Er hat Glück gehabt“

Durch den Aufprall stürzte der Mann über seinen Lenker. „Ihm hat die ganze Seite weh getan“, so Margraf, die sich sicher ist: „Er hat Glück gehabt.“ Wohl auch, weil der Mann einen Helm trug. Statt zu helfen, beschimpfte die Fußgängerin den am Boden liegenden Mann und entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich weiter um den Radfahrer zu kümmern. Laut Margraf stehen damit nun die Vorwürfe der unterlassenen Hilfeleistung und der Unfallflucht im Raum.

Die Beschreibung der Frau: etwa 50 Jahre alt, kurze helle Haare, Brillenträgerin. Sie trug eine weiße Bluse mit Blumenmuster. Der mittelgroße Mischlingshund hatte ein helles Fell mit dunklen Flecken. Hinweise an Tel. (0281) 1071822.

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