Rotary-Club zeichnet „Helden des Alltags“ aus

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Fünf „Helden des Alltags“ hat der Rotary-Club Lippe-Issel ausgezeichnet, darunter eine Raesfelderin und einen Schermbecker. Letzterer machte ein großes Versprechen.

Schermbeck

, 30.08.2020, 12:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Pavillon des Landhotels Voshövel ehrte der Rotary-Club Lippe-Issel am Samstag ehrenamtlich tätige Bürger als „Helden des Alltags“. Club-Präsident Ingo Bülow begrüßte die Gäste aus Raesfeld, Hünxe, Schermbeck, Hamminkeln und Wesel. „Die ehrenamtlichen Helfer sind in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken“, würdigte Bülow die Leistungen der diesjährigen „Helden de Alltags“ als Personen, „die über das normale Maß hinaus ehrenamtliche Tätigkeiten unentgeltlich in ihrer Gemeinde verrichten.“

Die Ehrungen wurde jeweils eingeleitet durch eine Laudatio. In Vertretung des Raesfelder Bürgermeisters Andreas Grotendorst würdigte Hans-Dieter Strothmann das ehrenamtliche Engagement der Raesfelderin Ruth Beering. Im Heimatverein, dem sie seit 25 Jahren angehört, ist sie seit 1997 Beisitzerin und stellvertretende Geschäftsführerin, seit 2015 außerdem zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und für den Museumsdienst. Ruth Beering ist Mitbegründerin der Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer. Hinzu kommt ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kleiderbörse „Froschkönig“ in Raesfeld.

Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth und Johannes Brilo als Vorsitzender des SV Schermbeck begleiteten Michael Steinrötter zur Ehrung am Voshövel. Steinrötter ist Vorsitzender des „Sportverein Schermbeck 2020 e.V.“, der sich aus der ehemaligen Fußballabteilung des SV Schermbeck entwickelt hat. Steinrötter übernahm die Urkunde stellvertretend für eine Vielzahl von Ehrenamtlern, die dazu beigetragen haben, dass im Verein seit vielen Jahren eine ausgezeichnete soziale Arbeit in den Bereichen Jugendbetreuung und Ausbildung geleistet wird.

Integration von Flüchtlingen

Der Verein kümmert sich um die Integration von Langzeitarbeitslosen und betreut Personen, die einen Gefängnisaufenthalt durch Sozialarbeit vermeiden können. Rexforth würdigte Steinrötters Förderung der Integration von Flüchtlingen. Viel Lob gab es für die „großartige Arbeitsleistung zum Erhalt und zur Erweiterung der Infrastruktur der Sportanlage Schermbeck für alle Schermbecker und Menschen unserer Region.“ Als jüngstes Beispiel für mehrere Baumaßnahmen nannte Rexforth die Erstellung des „Abrahamhauses“.

Seinen Dank für die Ehrung verband Steinrötter mit dem belächelten Versprechen, nach dem unglücklich verlaufenen Finale im Westfalenpokal im nächsten Jahr den DFB-Pokal nach Schermbeck zu holen.

Jugendfeuerwehr hat wieder Wartelisten

Geehrt wurde auch der 32-jährige Hünxer Feuerwehrmanns Philipp Fuchs, der die Jugendfeuerwehr seit 2019 leitet. Bürgermeister Dirk Buschmann: „Die Jugendfeuerwehr hat sich unter seiner Mitwirkung sehr positiv

entwickelt, so dass es mittlerweile sogar wieder Wartelisten gibt, um der

Jugendfeuerwehr beizutreten.“

Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski würdigte als Laudator für Anne Nienhaus das ehrenamtliche Engagement der Dingdenerin. Beim Deutschen Roten Kreuz sei Anne Nienhaus seit vielen Jahren fester Bestandteil der Organisation. In der Bürgerwerkstatt „unser Dorf hat Zukunft“, die sich seit vielen Jahren mit der „Dableibevorsorge“ beschäftigt, ist sie sehr engagiert, ebenso in der Flüchtlingshilfe.

Der Hospiz-Initiative Wesel wurde am Voshövel der Ehrentitel „Helden des Alltags“ verliehen. Die Auszeichnung nahm Claudia Böckmann entgegen, die seit acht Jahren Vorstandsvorsitzende der Initiative ist. Die stellvertretende Bürgermeisterin Marlies Hillefeld: „Alle Mitglieder wollen Menschen eines jeden Lebensalters ein würdevolles und geborgenes Sterben ermöglichen.“ Heute unterstützen 59 Frauen und sieben Männer die aktive Arbeit des Vereins.

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