Senioren machen bei E-Bikes und Pedelecs oft die gleichen Fehler

E-Bikes

E-Bikes und Pedelecs boomen. Das freut Händler Dominic Spahn, erfüllt wegen gestiegener Unfallzahlen aber Polizist Arno Heinemann mit Sorge. Beide sagen, welche Fehler Senioren oft machen.

Schermbeck

, 19.08.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf einem Fahrsimulator konnten die Besucher ihre Reflexe testen und Bremswege bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ausrechnen lassen.

Auf einem Fahrsimulator konnten die Besucher ihre Reflexe testen und Bremswege bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ausrechnen lassen. © Berthold Fehmer

Seniorenbeiratsvorsitzender Friedhelm Stoltenberg sagt, dass E-Bikes in seiner Altersgruppe nachgefragt seien. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Leute vernünftig damit umgehen.“ Deshalb boten Seniorenbeirat und Polizei am Dienstag einen E-Bike-Tag am Schermbecker Rathaus an.

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Polizeihauptkommissar Arno Heinemann sieht mit dem Erfolg der E-Räder („2019 wurden 900.000 davon in Deutschland verkauft“) die Unfallzahlen steigen. Gefährlich sei, wenn Senioren, die zuvor wenig gefahren seien, aufs elektrisch betriebene Rad umsteigen. Als erstes zeige er Senioren, wie man richtig auf- und dann absteigt. „Erst zum Stillstand kommen, dann absteigen und gleichzeitig die Bremse festhalten.“ Sonst schiebe der Motor das Rad einfach weiter.

Helmpflicht befürwortet

Beim Fahrsimulator konnten Besucher die Reflexe testen. Zuerst zeigte Polizist Armin Janzen, wie man den Helm richtig aufsetzt. Nicht zu weit in der Stirn, nicht zu weit hinten: „Sonst verletzt er Ihr Genick“. Eine Besucherin fragte, ob eine Helmpflicht für E-Bikes nicht sinnvoll sei. Janzen: „Ich würde das machen.“

Fahrradhändler Dominic Spahn profitiert vom E-Bike-Boom. Er gebe oft einen Helm kostenlos oder zum halben Preis dazu: „Die meisten setzen ihn trotzdem nicht auf.“ Oft würden Senioren den Rahmen zu groß wählen und „zu viel Schnickschnack - zehn Gänge brauchen die wenigsten“.

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