SPD zu Atommüllendlager: „Wir meinen: Es reicht.“

Atommüllendlager

Teile der Gemeinde Schermbeck kommen aus geologischer Sicht als Standort für ein mögliches Atommüllendlager infrage. Die SPD hat dazu eine deutliche Meinung.

Schermbeck

, 12.10.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Teile von Dorsten, Schermbeck, Raesfeld und Kirchhellen sind geologisch als Endlager für Atommüll geeignet.

Teile von Dorsten, Schermbeck, Raesfeld und Kirchhellen sind geologisch als Endlager für Atommüll geeignet. © BGE

Nach einem Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) wurden auch Teile des Schermbecker Gemeindegebiets als geeigneter Standort für Atommüll-Endlagerung eingestuft. Ausschließlich auf geologischer Betrachtungsweise fußt diese Einschätzung.

Jetzt lesen

„Die SPD Schermbeck spricht sich vehement gegen einen möglichen Standort Schermbeck zur Einlagerung von Atommüll aus“, so Fraktionsvorsitzender Dieter Michallek. „Es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass der Umweltskandal mit den belasteten Ölpellets noch nicht abgeschlossen ist und bis heute keine verlässlichen Unterlagen vorliegen, welche Auswirkungen die Pellets auf die Gesundheit der Bevölkerung hat.“

Es befinde sich bereits eine Deponie der Deponieklasse 3 auf großen Teilen des Gemeindegebietes. „Zu alledem kommt aktuell noch die Verlegung der Erdgastrasse Zeelink die durch Naturschutzgebiete der Gemeinde Schermbeck führt, neben einer ebenfalls dort durchführenden, schon vor einiger Zeit angelegten Stromtrasse.“

Jetzt lesen

„Wir meinen: Es reicht.“

Michaellek: „Müssen es immer die gleichen Kommunen ausbaden? Wir meinen: Es reicht.“ Aufgrund der noch immer notwendigen Suche nach geeigneten Einlagerungsstandorten von umweltschädliche Stoffen jeglicher Art, insbesondere Atommüll, sei es von größter Wichtigkeit, den Ausbau von umweltfreundlichen Alternativen zu forcieren.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt