Staatsanwaltschaft Duisburg stellt Ermittlungen gegen Nottenkämper-Gesellschafter ein

hzUmweltskandal

Die Staatsanwaltschaft Duisburg sieht im Ölpellets-Skandal von einem Strafprozess gegen einen Gesellschafter der Firma Nottenkämper ab. Die Vorwürfe seien verjährt oder nicht haltbar.

Schermbeck

, 09.08.2019, 11:17 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat das Ermittlungsverfahren gegen einen persönlich haftenden Gesellschafter der Firma Nottenkämper eingestellt. Die Firma ist in den Ölpellets-Skandal verwickelt und soll mutmaßlich auch für die illegale Entsorgung von Klärschlämmen verantwortlich gewesen sein. „Der Verdacht hat sich nicht erhärtet“, sagte am Freitag auf Anfrage die für das Verfahren zuständige Duisburger Pressestaatsanwältin Marie Fahlbusch.

Drei Vorwürfen sei die Staatsanwaltschaft nachgegangen. 2007 soll Klärschlamm in einer Tongrube eingelagert worden sein. „Hier gibt es eine fünfjährige Verjährungsfrist, die war 2012 erreicht, der Tatvorwurf ist damit verjährt“, sagte die Juristin.

Jetzt lesen

Zum anderen soll der persönlich haftende Gesellschafter dafür verantwortlich gewesen sein, die Entsorgung gefährlicher Bauabfallmischungen in die Tongrube mit veranlasst zu haben. „Die Zeugenaussagen waren aber wenig konkret und sehr vage“, kommentierte die Pressestaatsanwältin. Sie hätten sich nicht erhärten lassen.

Auch der dritte Vorwurf konnte durch die Ermittlungen nicht belegt werden. Hier ging es darum, dass Sickerwasser in der Tongrube angeblich durch Verrieselung entsorgt worden sei. Das ist illegal. „Wir sind diesem Vorwurf sehr gründlich nachgegangen, er war aber nicht haltbar“. Die zuständige Umweltbehörde beim Kreis Wesel konnte keinerlei Indizien finden, die auf eine illegale Verrieselung deuten“, sagte Fahlbusch. Damit konnte dem Beschuldigten kein Fehlverhalten nachgewiesen werden, sodass das Ermittlungsverfahren in Duisburg eingestellt wurde.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt