Stiemer und Franke als Bürgermeister-Stellvertreter gewählt

hzBürgermeister-Stellvertreter

Ulrich Stiemer und Hildegard Franke sind vom Rat als ehrenamtliche Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt worden. Ein „Überzeugungstäter“ im Rat verzögerte die Wahl.

Schermbeck

, 04.11.2020, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Frostige Zeiten stehen dem Schermbecker Rat bevor - das wurde am Mittwoch in der Dreifachsporthalle deutlich. Trotz Außentemperaturen von mehr als 10 Grad zogen es die meisten Ratsvertreter vor, in Jacke die Sitzung zu verfolgen. Denn die Lüftung der Halle lief dauerhaft, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu senken.

In der ersten Ratssitzung nach der Kommunalwahl wurde Bürgermeister Mike Rexforth vom ältesten Ratsmitglied Klaus Roth (BfB) ins Amt eingeführt. Auf eine Vereidigung konnte verzichtet werden, da Rexforth seine zweite Amtszeit antritt. Roth äußerte seine Enttäuschung über die niedrige Wahlbeteiligung, wünschte Rexforth aber Erfolg und Glück. „Es wird durch Corona alles nicht einfacher, aber mit einem guten Team, wie es im Rathaus vorhanden ist, wird das schon gut gelingen.“

Neue Stellvertreter gesucht

Rexforth dankte seinem bisherigen Stellvertreter Michael Fastring (SPD), der nicht mehr dem Rat angehört - gleiches gilt für Engelbert Bikowski (CDU). Als es um einen Vorschlag für die neuen Stellvertreter ging, sagte Rainer Gardemann (CDU), dass es eine konstruktive Abstimmung mit den Fraktionen im Rat gegeben habe und schlug Ulrich Stiemer (CDU) und Hildegard Franke (CDU) als Stellvertreter Rexforths vor.

Obwohl Rathausmitarbeiter Jan Böcker sowie Rexforth darauf verwiesen, dass die geheime Wahl dieses einheitlichen Wahlvorschlags nur gültig sei, wenn es keine Nein-Stimme gebe, hatte Ulrike Trick (Grüne) nach Auszählung der Stimmen für die CDU-Bank schlechte Nachrichten: „Ihr dürft noch mal ran, Leute.“ 20 Ja-Stimmen, fünf Enthaltungen und eine Nein-Stimme: So lautete das Ergebnis.

Zweimal musste Jan Böcker Stimmzettel unter den Ratsmitgliedern verteilen, bis die beiden Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt waren.

Zweimal musste Jan Böcker Stimmzettel unter den Ratsmitgliedern verteilen, bis die beiden Stellvertreter des Bürgermeisters gewählt waren. © Berthold Fehmer

„Da stellt uns aber einer auf die Probe“, so Rexforth: „Die Absprachen haben nicht so gut geklappt wie gedacht.“ Derjenige, der mit Nein gestimmt habe, werde seine Gründe gehabt haben, aber, so Rexforth: „Er hätte sich auch selbst aufstellen können.“ Auf die Frage, ob es weitere Vorschläge für das Amt gebe, erhielt er aber keine Antwort.

„Es scheint sich um einen Überzeugungstäter zu handeln“

Es kam zum zweiten Wahlgang. Am Ende sagte Trick: „Es scheint sich um einen Überzeugungstäter zu handeln.“ Denn das Wahlergebnis war dasselbe. Franke und Stiemer nahmen die Wahl an.

Einige Ausschüsse sollen weitere Aufgaben erhalten, was sich nach Antrag der CDU-Fraktion auch in ihrem Namen widerspiegeln soll. So wird aus dem Planungs- und Umweltausschuss der Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss und aus dem Bau- und Liegenschaftsausschuss der Bau-, Liegenschafts-, Wirtschaftsförderungs- und Tourismusausschuss. Gardemann kündigte zudem an, dass ein Arbeitskreis Digitalisierung gebildet werden soll - in der Verwaltung gebe es so einen bereits, sagte Rexforth.

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