Vandalen beschmieren Schule und werfen zwölf Scheiben ein - Belohnung ausgesetzt

hzVandalismus

Zahllose Graffiti-Schmierereien und zwölf eingeworfene Fensterscheiben an der Grundschule in Schermbeck ärgern den Bürgermeister. Er setzt jetzt eine Belohnung aus.

Schermbeck

, 26.03.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bürgermeister Mike Rexforth wendet sich per Facebook an seine Bürger: „Ich weiß nicht genau, wie ich es formulieren soll, ohne mich im Ton zu vergreifen“, schreibt er. Insbesondere am Hauptstandort der Grundschule Schermbeck sei es in den letzten Tagen immer wieder zu Sachbeschädigungen gekommen. „Dazu zählen unter anderem zahllose Graffiti-Schmierereien und zwölf eingeworfene Fensterscheiben.“

Jugendlicher wurde bei Einbruchsversuch gestellt

Rexforth: „Hinzu kam ein Einbruchsversuch, bei dem ein Jugendlicher gestellt, aber vor Eintreffen der Polizei wieder von Bürgern losgelassen werden musste.“ Die Vorfälle würden alle zur Anzeige gebracht, so Rexforth. Er wendet sich aber auch an die Bürger: „Es reicht! Es sind Ihre hart verdienten Steuergelder, die sinnlos verschwendet werden.“

Immer wieder werden die Schulen in Schermbeck beschmiert. Vor allem der Hauptstandort der Grundschule Schermbeck ist immer wieder betroffen.

Immer wieder werden die Schulen in Schermbeck beschmiert. Vor allem der Hauptstandort der Grundschule Schermbeck ist immer wieder betroffen. © Gemeinde Schermbeck

Deshalb setze die Gemeinde Schermbeck eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus für Hinweise, die zur Ergreifung und Verurteilung der Täter führe. Hinweise könnten an die Polizeidienststellen und die Gemeinde Schermbeck unter Tel. (02853) 910244 oder per E-Mail (buergermeister@schermbeck.de) gegeben werden.

Polizeisprecher Björn Haubrok konnte in diesem Monat bereits mehrere Einsätze der Polizei an Schermbecker Schulen bestätigen. Am 6. und 9. März seien Farbschmierereien an Schulen gemeldet worden. Am 16. März seien alle drei Schulen Schermbecks betroffen gewesen, teils seien sogar Hakenkreuze an Wände geschmiert worden. Deswegen sei der Staatsschutz eingeschaltet worden

Auf Zeugen angewiesen

Bei solchen Vandalismus-Taten sei die Polizei auf Zeugenhinweise angewiesen, sagt Haubrok. „Vielleicht ist Nachbarn was aufgefallen, vielleicht hat jemand Jugendliche mit Farben rumlungern sehen.“

Das Thema Vandalismus an den Schulen ist in Schermbeck kein neues. Im Dezember waren am Hauptstandort der Grundschule acht Scheiben mit Stahlkugeln zerschossen worden, vermutlich mit einer Zwille abgeschossen. Im Januar waren Einbrecher in das Famlienzentrum St. Ludgerus eingedrungen und hatten auch versucht, Türen an der Gesamtschule Schermbeck aufzuhebeln.

„Die Kollegen haben das Problem im Blick“

Rexforth hatte damals angekündigt, dass eine bessere Ausleuchtung der Schulen geplant sei. Außerdem habe er mit Polizei und Landrat Gespräche für mehr Sicherheit an den Schulen geführt. „Die Kollegen haben das Problem im Blick“, sagt Polizeisprecher Haubrok.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt