Wölfe: Expertin hält Nachwuchs in diesem Jahr für unwahrscheinlich

Wolf

Nach der Sichtung zweier Wölfe in Hünxe fehlen weitere Beweise, ob es sich bei den Tieren um ein Paar handelt. Eine Wolfsexpertin sagt, warum Nachwuchs in diesem Jahr unwahrscheinlich ist.

Schermbeck

von Dorstener Zeitung

, 30.04.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dass es im Wolfsgebiet Schermbeck in diesem Jahr zu Nachwuchs bei den Wölfen kommt, hält eine Expertin für unwahrscheinlich.

Dass es im Wolfsgebiet Schermbeck in diesem Jahr zu Nachwuchs bei den Wölfen kommt, hält eine Expertin für unwahrscheinlich. © dpa

„Wir werden in den nächsten Wochen sehen, ob es zu einer Verpaarung gekommen ist“, sagt die Wolfsexpertin des Naturschutzbundes (Nabu), Katharina Stenglein. Wahrscheinlich handele es sich bei dem zweiten, zuvor dort nicht nachgewiesenen Tier um einen Rüden, erklärte Stenglein.

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Da von dem Tier noch kein genetisches Material vorliege, sei das aber nur eine Annahme. Auch seien Identität und Herkunft des zweiten Tieres noch unbekannt. „Da Wölfe in ihrem Revier außer dem eigenen Rudel keine fremden Artgenossen dulden, ist aber die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um ein männliches Tier handelt, das vom weiblichen Wolf geduldet wird“, so die Biologin.

Rothirsch verfolgt

In Hünxe, im Wolfsgebiet Schermbeck, hatte ein Anwohner vor Ostern gefilmt, wie zwei Wölfe einen Rothirsch verfolgten. Das Landesumweltamt bestätigte, dass die zwei Tiere Wölfe gewesen seien. Selbst wenn es sich um ein Paar handele, sei Nachwuchs in diesem Jahr unwahrscheinlich, sagt Stenglein. „Von der Beweislage her ist der Rüde zu spät gekommen“, sagte sie. Paarungszeit der Wölfe ist im Januar und Februar, die Welpen kommen von Ende April bis Anfang Mai in einer Wurfhöhle zur Welt.

Die Region Schermbeck am nördlichen Rand des Ruhrgebiets ist seit Oktober 2018 als Wolfsgebiet ausgewiesen.

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