Wolf hat erneut ein Schaf gerissen - Existenz einer Schafzüchterfamilie bedroht

hzSchafzüchter in Aufruhr

Schafzüchter Kurt Opriel ist stinksauer. Zum achten Mal ist ein Schaf aus seiner Herde dem Wolf zum Opfer gefallen.

Schermbeck

, 17.11.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Während das Senckenberg-Institut noch damit beschäftigt ist zu überprüfen, ob es ein Wolf war, der in der Nacht vom 10. zum 11. November ein Schaf auf Kurt Opriels Wiese zu Tode gerissen hat, wurde in der Nacht von Samstag zu Sonntag erneut ein Schaf aus seiner Herde getötet, und zwar auf derselben Weide im Hünxer Ortsteil Hünxerwald, deren fachgerechte Einzäunung Behördenvertreter im Oktober dem Schafzüchter Kurt Opriel bescheinigt hatten.

Zutiefst enttäuscht über fehlenden Hilfen

Opriel ist zutiefst enttäuscht über die fehlende Hilfestellung seitens der Behörden, zumal inzwischen seit dem 23. Septenber 2018 achtmal Schafe aus seiner Herde getötet oder verletzt wurden.

Für sechs Termine, bei denen insgesamt 14 Schafe getötet und acht so verletzt wurden, dass sie später starben, kam später vom Senckenberg-Institut die Bestätigung, dass ein Wolf den Tod der Schafe verursacht hat. Opriel wird jetzt einen Antrag auf Vergrämung des Wolfes beim Kreis Wesel stellen.

„Massive Beeinträchtigungen des Menschen“

So dürfe das nicht weitergehen, teilte Maik Dünow, der Sprecher der Berufsschäfer in NRW, am Sonntag auf unsere Anfrage mit. „Da steht“, so Dünow, „schließlich eine ganze Familie hinter, deren Existenz bedroht ist. Die Entscheidungsträger müssten so langsam begreifen, dass es hier nicht mehr um die Begegnung zwischen Wolf und Schafen gehe, sondern um die massive Beeinträchtigung des Menschen durch den Wolf.

„Es wird Zeit, dass der Mensch mehr geschützt wird als der Wolf“, fordert Dünow die Behörden zum Handeln auf. Irgendwann müsse eine akzeptable Lösung herbei, und dafür seien die Behördfen zuständig.

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