Zwölf Baugrundstücke sind noch nicht vermarktet

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Die Vermarktung von zwölf Baugrundstücken im Baugebiet „Südlich Kirchstraße“ ist trotz anderslautender Gerüchte nicht abgeschlossen. Doch nicht alle Bewerber können sich Hoffnung machen.

Schermbeck

, 06.03.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Leiter des Bauamts, Rainer Eickelschulte, sagte am Mittwoch im Schermbecker Bauausschuss, dass die Wohnbaugrundstücke im Baugebiet „Südlich Kirchstraße“ in Gahlen noch nicht vermarktet seien. „Ich muss mich da selbst berichtigen“, sagte Eickelschulte, da er in einem früheren Ausschuss mitgeteilt hatte, neun von zwölf Grundstücken seien bereits verkauft.

Dass dies nicht so ist, kann Thorsten Buchholz bestätigen. Der Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank Schermbeck, die mit der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe die Erschließungsgesellschaft „Schermbecker Boden“ betreibt, sagt: „Die Vermarktung startet in der zwölften Kalenderwoche.“ Von den zwölf Grundstücken vermarkten die beiden Banken jeweils sechs - die Schermbecker Boden sorgt für die Erschließung des Baugebiets.

„Diskussionen im Dorf“

Die unterschiedlichen Informationen zum Vermarktungsstand hätten zu „Diskussionen im Dorf“ geführt, so Eickelschulte. Obwohl der Rat bereits am 9. Oktober 2019 den Bebauungsplan beschlossen hatte, habe der Vorhabenträger mit der Vermarktung noch gewartet.

Für die Erschließungsstraße im Baugebiet habe der Vorhabenträger die Pläne in der vergangenen Woche vorgelegt, so Eickelschulte. Mit einem Abschluss der Erschließungsarbeiten rechnet er im Herbst 2020.

Keine Belastung mit Bereitstellungszinsen

Die Banken hätten mit der Vermarktung der Grundstücke gewartet, um die Kauf- und Bauwilligen nicht mit Bereitstellungszinsen zu belasten, erklärt Buchholz. Wenn ein Bauherr einen Immobilienkredit aufnehme, halte die Bank dafür das Geld bereit. Wenn der Bauherr das Geld beispielsweise aber erst ein Jahr später benötige, nehme die Bank dafür Bereitstellungszinsen. Aus diesem Grund soll der Zeitraum zwischen Kredit und Baustart kurz gehalten werden.

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Zahlreiche Bewerber für die Grundstücke gebe es bereits, sagt Buchholz. Bewerbungen seien immer noch möglich. Nicht alle Bewerber können sich jedoch Hoffnung auf ein Baugrundstück machen. „Nur Gahlener, mindestens ein Kind, möglichst im Grundschulalter, und kein Grundeigentum“, fasst Buchholz das Profil zusammen, das Bewerber mitbringen sollten. Nicht alle der bisherigen Bewerber würden die Kriterien erfüllen.

Ab dem 16. März werden die Bewerbungen auf die Vergabekriterien von den Banken überprüft. Eickelschulte: „Dann werden sie mit den Bewerbern in Kontakt treten, um Verträge abzuschließen.“

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