Im Sinne der Gesundheitsförderung ist es für Kinder und Jugendliche wichtig, wieder Sport treiben zu können. © Bernd Paulitschke
Meinung

Bei Lockerungen bitte den Sport nicht vergessen – vor allem für Kinder und Jugendliche

Die Ungeduld wächst - wem geht es nicht so? Wir alle haben längst genug von den nervigen Corona-Beschränkungen. So werden die Rufe nach Lockerungen lauter - auch im Sport, wie unser Autor festgestellt hat.

Im Kreise der Gastronomen, die ihre Kneipen und Restaurants wieder öffnen wollen, der Künstler, die wieder auftreten wollen und der Einzelhändler, die ihre Kunden wieder in den Läden begrüßen wollen, bildet die Gruppe der Sportlerinnen und Sportler keine Ausnahme.

Und das aus gutem Grund. Gerade Kinder und Jugendliche müssen endlich wieder Sport treiben dürfen – weniger, um in einen Wettkampfmodus zurückzukehren und mit aller Macht irgendeine Saison zu retten. Sondern im Sinne der Gesundheitsförderung und sozialer Beziehungen. „Sportliche Bewegung ist gut für Körper und Geist – und das nachhaltig.“ So hat es das Präsidium des Deutschen Fußballbundes (DFB) in einem Offenen Brief an die Bundesregierung geschrieben. Richtig so!

Aber der Fußball hat auch noch andere Facetten. Geschehnisse, wie sie nach dem Revierderby zwischen Schalke und dem BVB zu beobachten waren, als sich Hunderte Fans beider Seiten einen feuchten Kehricht um irgendwelche Corona-Vorschriften scherten, sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich an die Regeln zur Pandemiebekämpfung halten. Auch die Herren Profis – diesmal die des BVB – waren in dieser Hinsicht mal wieder keine Vorbilder.

Aber gehen wir weg vom Profifußball, der sich ohnehin immer weiter von der Basis zu entfernen scheint. Der Sport, um den es an dieser Stelle geht, ist etwas anderes. Sport ist die Lust, sich zu bewegen. Sport fördert soziales Verhalten. Sport vermittelt den Fairplay-Gedanken – um nur ein paar Aspekte aufzuführen, die als gewichtige Argumente dafür taugen, warum die Entscheidungsträger aus der Politik den Sport bei ihren nächsten Corona-Lockerungsmaßnahmen nicht vergessen sollten.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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