Lara Sarcevic ist eines der hoffnungsvollsten Talente aus den Reihen des TC Rot-Weiß Schwerte. © Manuela Schwerte
Tennis

Ein Leistungssprung in Corona-Zeiten – wie geht das denn, Lara Sarcevic?

Kraft, Power und Athletik, dazu eine gute Schlagtechnik - mit ihren 12 Jahren ist Lara Sarcevic eines der derzeit hoffnungsvollsten Tennistalente des TC Rot-Weiß Schwerte.

Außergewöhnlich gut“ findet Oliver Manz, Cheftrainer der Rot-Weißen, die jüngste Entwicklung der jungen Dame. Vor allem in den vergangenen Wochen und Monaten habe Sarcevic einen enormen Leistungssprung gemacht, sagt Manz. Das hat maßgeblich damit zu tun, dass Corona bei ihr zu erheblich weniger Trainings-Einschränkungen geführt hat als das bei vielen anderen Sportlerinnen und Sportlern der Fall war, die vom Lockdown ausgebremst worden sind.

Denn eine Tennispause gab es für die Schülerin der Ruhrtal-Gymnasiums nicht – trotz der Pandemie. Zunächst mal konnte man im vergangenen Jahr ungewöhnlich lange draußen spielen – bis in den November hinein noch auf der roten Asche aktiv sein können, ist eher außergewöhnlich.

Die NRW-Tennishallen bleiben geschlossen

Als es dann in die Halle ging, guckten die Tennisspieler in NRW in die Röhre – coronabedingt blieben die Pforten der Tennishallen hierzulande geschlossen. Um weiter mit ihnen trainieren zu können, machte sich Trainer Manz aber mit einigen Schützlingen regelmäßig auf nach Korbach kurz hinter der Landesgrenze zu Hessen. Dort durften die Bälle über die Netze fliegen – eine Kuriosität, an der sich bis heute nichts geändert hat.

Dank ihres Kaderstatus‘ kann Lara Sarcevic seit Beginn des Jahres aber auch in NRW weiterhin ihrem Sport nachgehen, und zwar an den Leistungsstützpunkten in Kamen und Paderborn/Arnsberg, wo sie unter den Fittichen von Bezirkstrainerin Martina Struff, Mutter des deutschen Top-Profis Jan-Lennard Struff, trainiert.

Die zusätzlichen Trainingseinheiten mit Trainer Lars Rothermund (re.), der in der Physiotherapie-Praxis „Therapie mit Konzept“ von Inhaber Thorsten Marr ein sportartspezifisches Athletiktraining anbietet, haben dafür gesorgt, dass Lara Sarcevic in den vergangenen Wochen und Monaten einen deutlichen Leistungssprung gemacht hat. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Dazu die Einheiten mit Oliver Manz und seit Neuestem dazu noch ein sportartspezifisches und altersgerechtes Koordinations- und Athletiktraining, das Athletiktrainer Lars Rothermund in der Physiotherapie-Praxis „Therapie mit Konzept“ (Inhaber Thorsten Marr) anbietet. So kommt Lara Sarcevic auf fünf- bis sechsmal Training pro Woche – ist das nicht ein bisschen viel für eine Zwölfjährige?

Mutter Mirja Matern-Sarcevic verneint diese Frage und macht dabei keineswegs den Eindruck, als dränge sie ihre talentierte Tochter mit aller Macht dazu, so viel Aufwand für ihren Sport zu betreiben. „Lara hat richtig Bock – es kann nicht genug Tennis für sie sein.“ Natürlich könne man heute nicht wissen, ob dies immer so bleiben wird, sagt Mirja Matern-Sarcevic – da sei sie als Mutter ganz entspannt. „Und wenn sie mal `ne Party-Maus wird, ist das auch okay“.

Vorläufig aber steht Tennis für Lara Sarcevic an erster Stelle, was sich auch in ihrer Ranglistenplatzierung niederschlägt. Auf Platz 84 war die Schwerterin zum Jahresende 2020 in der U12-Rangliste des Deutschen Tennisbundes (Jahrgänge 2008 und 2009) zu finden – immerhin zweistellig.

Altersmäßig wird sie nun in der Rangliste der U14-Juniorinnen geführt, in der sie als Jungjahrgang auf Platz 200 zu finden ist. Aber das muss ja beileibe noch nicht das Ende der Fahnenstange sein für das Schwerter Top-Talent Lara Sarcevic.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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