Die Eisbären erzielen in dieser Szene den Führungstreffer zum zwischenzeitlichen 3:2 gegen die Iserlohn Roosters, für die die Saison seit Samstagabend zu Ende ist. © picture alliance/dpa
Eishockey

Geplatzter Halbfinaltraum der Iserlohn Roosters – und dann wurde es emotional

Das war‘s. Nach der 3:5-Niederlage im entscheidenden dritten Spiel des Viertelfinals der Playoff-Runde bei den Eisbären Berlin ist die Saison für die Iserlohn Roosters seit Samstagabend beendet.

Nach dem 4:3-Überraschungssieg bei den Eisbären Berlin zum Auftakt der „Best-of-Three“-Serie und der 0:6-Pleite im zweiten Spiel am Seilersee musste die dritte Partie im Rennen um den Halbfinaleinzug die Entscheidung bringen – eine Partie, in deren Vorfeld die Iserlohner empfindlich gestört wurden.

Von einem Feuerwerk, einem Autokorso mit Hupkonzert vor dem Hotel, in dem die Iserlohner untergebracht waren, und sogar versteckten Weckern, die morgens um 4 Uhr angingen, wurde berichtet – wohl eine Retourkutsche für das Feuerwerk der Roosters-Fans zwei Tage vorher, mit dem die Eisbären in Iserlohn aus dem Konzept gebracht werden sollten.

Marko Friedrich mit einem Doppelschlag

Auf dem Eis roch es dann am Samstag zunächst nach dem nächsten Überraschungscoup der Sauerländer, die durch einen Doppelschlag von Marko Friedrich mit 2:0 in Führung gingen – ein Vorsprung, mit dem es dank des einmal mehr überragenden Andreas Jenike in die erste Drittelpause ging.

Dann aber ließen die favorisierten Eisbären die Muskeln spielen und drehten die Partie mit gleich vier Treffern im zweiten Spielabschnitt zum 4:2. Sechs Sekunden vor Ende dieses Drittels aber knallte Casey Bailey den Puck in Überzahl zum 3:4 ins Netz – es keimte neue Hoffnung auf.

Kein Treffer in doppelter Überzahl

Doch acht Minuten vor Schluss erzielten die Hauptstädter den Treffer zum 5:3 – der Endstand, auch weil Iserlohn anschließend eine doppelte und kurzzeitig sogar dreifache Überzahl nicht zu einem Treffer nutzen konnte.

So war die Playoff-Reise am Samstagabend zu Ende – und am Mikro von Magenta TV wurde es emotional. Sichtlich bewegt, bedankte sich der Sportliche Leiter, Christian Hommel, bei allen Unterstützern, die diese unter schwierigen Umständen abgelaufene Spielzeit in Iserlohn möglich gemacht hatten und meinte: „Die Mannschaft hat einen Mega-Job gemacht.“ Auch wenn der Traum vom Halbfinale in Berlin geplatzt ist.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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