Große Sprünge haben die Spieler des VfL Schwerte offenbar schon bei ihrem ersten Training nach der langen Lockdown-Pause gemacht. © Manuela Schwerte
Fußball

Nach sieben Monaten zurück auf dem Sportplatz: „Es fühlt sich einfach gut an“

Von einer uneingeschränkten Rückkehr zur sportlichen Normalität kann noch keine Rede sein. Aber ein Schritt in diese Richtung ist das kontaktfreie Training für die Fußballklubs allemal.

Ein kontaktfreies Training mit bis zu 25 Personen erlaubt die NRW-Coronaschutzverordnung für eine dauerhafte Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100. Aus dem Bereich des Schwerter Stadtsportverbands haben mit dem Bezirksligisten VfL Schwerte und dem A-Ligisten TuS Holzen-Sommerberg zwei Vereine am Donnerstag unter diesen Bedingungen den Anfang gemacht.

„Es fühlt sich einfach gut an, nach so langer Zeit die Spieler wiederzusehen“, sagt VfL-Trainer Dominik Buchwald. Natürlich sei das durch die Maßgabe „kontaktfrei“ noch nicht zu vergleichen mit gewöhnlichen Einheiten mit Zweikämpfen und Körperkontakt. Wichtig sei der Re-Start aber trotzdem, meint Buchwald, „gerade weil der soziale Aspekt doch das war, was uns allen extrem gefehlt hat.“

Noch etwas länger in der Warteschleife

Als kommunal in Dortmund beheimateter Klub war das Team des TuS Holzen-Sommerberg noch etwas länger in der Warteschleife. Denn im Gegensatz zu den Sportplätzen auf Schwerter Stadtgebiet (Kreis Unna) waren die Dortmunder Plätze in der vergangenen Woche noch gesperrt.

„Am Donnerstag war es in Dortmund das erste Mal möglich zu trainieren. Diese Möglichkeit haben wir auch sofort wahrgenommen“, berichtet TuS-Trainer Arne Werner. 17 Spieler plus zwei Trainer tummelten sich im Eintrachtstadion zur ersten Trainingseinheit seit dem Lockdown im Herbst – natürlich kontaktfrei, wie Werner betont. „Es war echt schön, nach fast sieben Monaten mal wieder auf dem Platz zu sein“, sagt Werner.

ETuS/DJK zunächst mit gebremstem Schaum

In der nächsten Woche kehren dann nach und nach immer mehr Teams auf die Sportplätze zurück. Beim Bezirksligisten ETuS/DJK Schwerte geht es mit dem Beginn des neuen Monats los – allerdings vorerst noch mit gebremstem Schaum. „Wir werden zunächst zweimal in der Woche Training auf freiwilliger Basis anbieten“, erklärt Trainer André Haberschuss. Nach und nach soll das Pensum dann aber auch in Schwerte-Ost gesteigert werden und in eine möglichst normale Saisonvorbereitung übergehen – in der Hoffnung, dass die Corona-Entwicklung dies dann im Juli auch zulässt.

Auch für die Spieler des Bezirksligisten SC Hennen neigt sich die lange Lockdown-Pause dem Ende zu. Denn nachdem die Zahlen im Märkischen Kreis lange NRW-weit mit am höchsten waren, hat sich auch hier die Lage stabilisiert. So steht einem kontaktfreien Trainingsauftakt im Naturstadion am kommenden Dienstag nichts im Wege – mit dem neuen Trainer Sascha Engelberg und auch jede Menge neuen Spielern.

Christoph Pajdzik: „Die Jungs sind heiß“

Von dem ursprünglichen Plan, schon in dieser Woche mit dem Training zu beginnen, haben die Verantwortlichen des A-Ligisten VfB Westhofen nochmal Abstand genommen. Bei Christoph Pajdzik, der gemeinsam mit Lothar Huber das VfB-Trainergespann bildet, ist aber eine ausgeprägte Vorfreude herauszuhören: „Wir können es kaum erwarten, die Jungs sind heiß“, meint Pajdzik.

Einen anderen Weg gehen zwei andere A-Ligisten: Die SG Eintracht Ergste und Holzpfosten Schwerte 05 warten noch ab. In Absprache mit dem Sportlichen Leiter Björn Ludwig sagt Ergstes Spielertrainer Welf-Alexander Wemmer: „Wir warten wohl auf die Inzidenz unter 50, damit alles wieder wie gewohnt laufen kann. Die Jungs machen weiterhin was für sich, halten sich fit und trainieren.“

„Es juckt in den Füßen – wie bei allen anderen“

Holzpfosten-Trainer Ben Gottstein sieht es genauso: „Aus unserer Sicht macht ein kontaktloses Training, bei dem alle Spieler einen Abstand von mindestens fünf Metern zueinander haben, keinen Sinn. Dementsprechend werden wir erst ein Training anbieten, wenn die Inzidenz dauerhaft unter 50 liegt und wir wieder mit Vollkontakt trainieren dürfen.“ Im Hinblick auf die sowieso annullierte Saison sei es sicherlich vertretbar noch zu warten, meint Gottstein, „auch wenn es uns natürlich genau so in den Füßen juckt – wie allen anderen.“

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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