Die Frauen der HSG Schwerte/Westhofen mit Trainer Mischa Quass sind das ranghöchste Handballteam der Ruhrstadt. © Bernd Paulitschke
Frauenhandball-Oberliga

Probetraining ist nicht möglich – das hat Folgen für die HSG Schwerte/Westhofen

Eine Rückkehr in die Sporthalle ist für die Handballteams noch nicht in Sicht. Allein schon deshalb richtet sich das Augenmerk der Vereine schon auf die Saison 2021/22.

An die reguläre Spielzeit 2020/21 hat der Handballverband Westfalen (HVW) schon vor Wochen einen Haken gemacht. Trotzdem haben es sich die HVW-Funktionäre zur Aufgabe gemacht, den Mannschaften auf Verbands-Ebene einen Spielbetrieb zu ermöglichen und zu organisieren.

Fest steht demnach, dass es keine Absteiger gibt. Ein Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse soll dagegen möglich sein. „Vereine, die in ihren Ligen aufsteigen wollen, können nach einer noch vorzunehmenden Meldung an einer Aufstiegsrunde teilnehmen“, heißt es auf der Internetseite des Verbandes. Und weiter: „Die spieltechnischen Regelungen sowie der Meldetermin dieser Runde werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben und mit den Vereinen besprochen.“

Wilhelm Barnhusen: „Uns sind die Hände gebunden“

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens gerät diese Aufstiegsrunde aber nun ebenso ins Wanken wie die ebenfalls freiwillige Möglichkeit, für eine Art Ligapokal in kleinen regionalen Gruppen zu melden. „Uns sind weiterhin die Hände gebunden, wir können keinen Plan zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs aufstellen“, hat HVW-Präsident Wilhelm Barnhusen gegenüber unserer Redaktion gesagt. Mit anderen Worten: Ob diese verkürzten Aufstiegs- oder Pokal-Runden zum Wiedereinstieg in den Spielbetrieb bis zum Sommer überhaupt stattfinden werden, ist fraglicher denn je.

So richtet sich der Fokus der heimischen Vereine fast zwangsläufig schon auf die nächste Saison. Das gilt auch für die Frauen der HSG Schwerte/Westhofen, als Oberligist das ranghöchste Team der Ruhrstadt. Vier Spielerinnen der aktuellen Mannschaft werden nach Auskunft des Trainers Mischa Quass in der Spielzeit 2021/22 nicht mehr zur Verfügung stehen: Torhüterin Natascha Turner will ebenso kürzertreten wie Linksaußen Vicky Wolff. Laureen Jacke wird nach ihrem zweiten Kreuzbandriss ganz aufhören, während Sissy Alissa zur HSG Hohenlimburg in die Verbandsliga wechselt.

Die entstehende Lücke, die dieses Spielerinnen-Quartett hinterlässt, mit externen Neuzugängen zu füllen, gestaltet sich schwierig. „Die Möglichkeit, jemanden zum Probetraining einzuladen, gibt es zurzeit wegen Corona ja nicht“, erklärt Mischa Quass. Deshalb glaube er, dass es zur neuen Saison generell nicht allzu viele Spielerwechsel geben wird, so Quass.

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Redaktion Schwerte
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