Die erste Schwerter Mannschaft hat am Freitag trainiert. © Manuela Schwerte
Fußball

Training unter Flutlicht zu zehnt – auch das Ordnungsamt hatte nichts zu meckern

Die Lockerungen für den Sport, die die NRW-Coronaschutzverordnung Anfang der Woche zu bieten hatte, ermöglichen den Fußballern - wenn auch mit Einschränkungen - eine Rückkehr auf die Plätze.

Die Möglichkeit zum Training hat aber nicht zu einem kollektiven Sturm auf die Schwerter Sportanlagen geführt. Obwohl auch die Stadt Schwerte grünes Licht gegeben hat (im Gegensatz zu den Nachbarstädten Hagen, Dortmund und Iserlohn), ist das Thema den meisten Vereinsverantwortlichen, die für das Einhalten der Corona-Maßnahmen verantwortlich sind, offensichtlich noch „zu heiß“.

Eine Mannschaft aber hat die Gelegenheit zum Trainieren wahrgenommen: Auf dem Schützenhof ging am Freitagabend das Flutlicht an, unter dem die zweite Mannschaft des VfL Schwerte (Kreisliga C) sich zum Training traf – zwar nicht in voller Mannschaftsstärke, aber doch immerhin zu zehnt.

„Es hat alles gut geklappt“, berichtet VfL-Geschäftsführer Frank Samson anschließend. Sein Sohn Nick, Trainer der VfL-„Zweiten“, teilte zu Beginn die zehn Spieler zu fünf Pärchen auf, die dann auch während des gesamten Trainings in dieser Zusammensetzung zusammenblieben. Es folgten mehrere Übungsformen, auch mit Ball. Unter dem Strich sei es ein Schritt in Richtung Rückkehr zur Trainingsnormalität gewesen.

Mehr als nur Bewegung unter freiem Himmel

„Es war jedenfalls mehr als nur ein bisschen Bewegung unter freiem Himmel“, so Frank Samson, der zudem darauf achtete, dass auch vor und nach dem Training die Infektionsschutzregeln eingehalten wurden.

Und was war mit dem geforderten Abstand von fünf Metern? „Okay, ab und zu musste man mal korrigierend von außen eingreifen, wenn der Abstand kurzzeitig mal nicht eingehalten wurde. Aber insgesamt muss man sagen: Solange nur eine Mannschaft auf dem Sportplatz ist und das ganze Feld zur Verfügung steht, ist ein coronakonformes Training absolut machbar“, meint Samson.

Davon hätten sich am Freitagabend auch zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes überzeugt. „Aber die haben sofort gesehen, dass alles in Ordnung ist und sind schnell wieder gefahren“, berichtet der VfL-Geschäftsführer.

So dürfte die Trainingseinheit am Freitag keine einmalige Angelegenheit gewesen sein, meint Frank Samson – zumal man den Spielern deutlich angemerkt hätte, wie groß die Freude war, endlich wieder trainieren zu können.

In der NRW-Coronaschutzverordnung (Fassung vom 22. Februar) heißt es unter anderem: „Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes ist wieder erlaubt. Es können Einzelpersonen oder zwei Personen zusammen oder mehr als zwei Personen aus einem Hausstand ohne Abstandsgebot Sport betreiben. Zwischen den sich so bildenden Paaren und Einzelsportler*innen bzw. Gruppen ist ein Abstand von 5 Metern einzuhalten.“ Als Beispiel, was erlaubt ist, nennt der FLVW unter anderem „Ballspiel zu zweit mit einem festen Partner“.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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