Lothar Huber (li.) und Christoph Pajdzik, das Trainergespann des VfB Westhofen, stehen vor drei anspruchsvollen Aufgaben. © Manuela Schwerte
Fußball-Kreisliga A

VfB Westhofen: Eine Woche trainingsfrei nach der ersten Saison-Niederlage

Die erste Saison-Niederlage nach zwölf Spieltagen war für Lothar Huber, Trainer des VfB Westhofen, kein Grund, um in Panik zu verfallen. Stattdessen gab er seinen Jungs eine Woche trainingsfrei.

„Irgendwann musste es ja mal passieren. Ich denke, dass die Niederlage heilsam ist. Denn sie zeigt, dass wir in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen müssen und wir nicht unbesiegbar sind.“ So kommentierte Lothar Huber die bislang einzige Saisonniederlage des Klassen-Primus VfB Westhofen.

Huber: „Es hat gezeigt, dass es nicht am Gegner lag, sondern an uns“

Am Sonntag hatte der Tabellenführer und erklärte Aufstiegs-Aspirant mit 1:2 beim TSC Eintracht Dortmund verloren. „Natürlich war das nicht schön, aber es hat gezeigt, dass es nicht am Gegner lag, sondern an uns. Deshalb war ich auch nicht so enttäuscht, wie man annehmen könnte. Wir wurden für unsere eigene Nachlässigkeit bestraft“, meinte Huber.

Der VfB Westhofen hat beim TSC Eintracht Dortmund seine erste Saison-Niederlage kassiert. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Die Stimmung beim Überflieger aus Westhofen sei trotz der Niederlage gut, das erklärte Ziel „Aufstieg in die Bezirksliga“ werde nicht aus den Augen verloren, versichert Huber, der zusammen mit seinem Trainerkollegen Christoph Pajdzik mit ansehen musste, wie es die Mannschaft nach der frühen 1:0-Führung durch Amaral trotz klarer Dominanz verpasste, das Ergebnis auszubauen. „Ab der 20. Minute war es so, als hätte man den Stecker gezogen. Das spielte dem Gegner in die Karten“, erklärte Huber.

Dass sich die Enttäuschung von Huber in engen Grenzen hielt, lag auch daran, wie sich die Mannschaft nach der Pause präsentierte: „Wir haben zwar kein Tor mehr geschafft, haben aber alles versucht, um den Rückstand zu egalisieren. Die Jungs hatten eine tolle Moral und haben sich auch viele Torchancen erspielt. Sie haben die Köpfe nicht hängen lassen. Wenn wir den Ausgleich erzielt hätten, wären auch noch mehr Tore gefallen und wir hätten gewonnen.“

Spitzengruppe ist enger zusammengerückt

In der Tabelle ist nach dem Ausrutscher von Westhofen alles etwas enger zusammengerückt. Der Vorsprung auf den Verfolger TuS Holzen-Sommerberg beträgt vier, auf den Dritten VfR Kirchlinde sechs Punkte. Beide haben allerdings ein Spiel weniger als der VfB.

Um neue Kraft zu sammeln und die kleineren Verletzungen, Krankheiten oder Erkältungen auszukurieren, hat die Mannschaft die komplette Woche trainingsfrei bekommen. So laboriert Torwart Alexander Vassiliou an einer Daumenverletzung, auch Außenstürmer Santo Viola wurde am Sonntag schmerzlich vermisst. Dadurch habe die Geschwindigkeit im Spiel gefehlt, so Huber.

Das nächste Spiel findet erst am 28. November statt, dann gastiert der Hörder SC in Westhofen. Deutlich sichtbar wurde bei der Niederlage in Dortmund aber auch, dass es an personellen Alternativen im Westhofener Kader fehlt. Müssen also in der Winterpause noch ein paar Verstärkungen her, um den Aufstieg zu realisieren?

Fehlt zwei Wochen mit einer Daumenverletzung: Westhofens Torwart Alexander Vassiliou. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Abgeneigt ist Huber nicht, sagt aber auch: „Natürlich halten wir die Augen auf. Aber wenn wir jemanden finden, muss der uns auch sofort verstärken. Andererseits bin ich davon überzeugt, dass wir das auch aus eigener Kraft schaffen werden.“

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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