A1-Brücke zwischen Schwerte und Dortmund/Unna wird neu gebaut - So geht es weiter

hzTalbrücke Block Heide

Die Talbrücke Block Heide auf der A1 zwischen Schwerte und Dortmund/Unna wird neu gebaut. Aber wann? Was passiert genau? Was sind Auswirkungen für Autofahrer? Hier die Antworten.

Schwerte

, 24.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Autobahnbrücke Block Heide muss Platz für einen Neubau machen. Zu groß sind die Schäden des in den 60er-Jahren fertiggestellten Baus. Mittlerweile werden die Pläne für das auf 49,9 Millionen Euro geschätzte Vorhaben konkreter. Wir haben alle Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Baumaßnahme.

? Um welche Brücke geht es?

Die Talbrücke Block Heide liegt auf der A1 zwischen der Anschlusstelle Schwerte und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna. Über sie fließt im Bereich der Schwerter Heide der Verkehr der Autobahn. Sie wurde 1961 fertiggestellt.

? Warum wird ein Ersatz gebaut?Die Brücke hat erhebliche bauliche Schäden und ist nicht mehr für die bis 2030 erwartete steigende Verkehrsbelastung geeignet. 107.000 Fahrzeuge rollen täglich über das konstruktiv „sehr schlanke“ Bauwerk, wie Chefingenieur Olaf Wingreß schon 2017 vorrechnete. Fast ein Viertel davon ist Schwerlastverkehr. Seit 1961 wurde die Brücke wegen der starken Belastung bereits drei Mal verstärkt.

? Wie sieht der Neubau aus?

Der Neubau soll aus stählernen Hohlkästen bestehen, die in einzelnen Segmenten angeliefert, zusammengeschweißt und dann auf die neuen Pfeiler geschoben werden. Um den Verkehr nicht ganz zu stoppen, wird zunächst eine Behelfsbrücke auf der Südseite montiert. Danach werden die alten Brückenhälften abgerissen. Der Plan sieht dann erst einen Neubau Richtung Köln, anschließend Richtung Bremen vor. Sind beide Brückenhälften fertig, wird die Behelfsbrücke wieder zerlegt.

? Wann beginnen die Arbeiten?

Ein genauer Baubeginn ist noch nicht festgelegt. Momentan läuft ein Planfestellungsverfahren, dass eigentlich schon im Herbst 2018 eingeplant war. Vom 28. Oktober bis zum 27. November liegen die Pläne zur allgemeinen Aussicht aus. Bis zwei Wochen nach Ablauf der Frist können dann Einwände vorgelegt werden. Gibt es daraufhin keine Planänderungen, erstellt die Bezirksregierung Arnsberg einen Planfeststellungsbeschluss. Die Bauzeit wird auf mindestens fünfeinhalb Jahre geschätzt.

? Wie und wo kann man die Pläne einsehen?

Die Planunterlagen liegen im Fristzeitraum im Planungsamt der Stadt (Rathausstraße 31) öffentlich aus. Sie können montags bis freitags von 8 Uhr bis 12 Uhr und zusätzlich donnerstags von 14 Uhr bis 17 Uhr eingesehen werden. Außerdem werden die Pläne auf der Website der Bezirksregierung Arnsberg verfügbar.

? Gibt es Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer?

Der Verkehr soll während der Bauzeit mit eingeschränkten Breiten und Tempo 60 sechsspurig weiterfließen. Unter der alten Brückenhälfte in Fahrtrichtung Köln führen allerdings die Bahnstrecken Richtung Dortmund und Hamm-Berlin her. Beim Abriss der alten Brückenhälfte werden die Bahnstrecken für acht oder neun Tage komplett gesperrt.

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