A45 wird gesperrt: Sprengung an der Lennetalbrücke

Am Samstag

Zwei 21 Meter hohe und gut 125 Tonnen schwere Brückenpfeiler der Lennetalbrücke müssen einem Neubau weichen. Am Samstag, 8. Juli, sollen sie gesprengt werden. Dafür muss die Autobahn A45 komplett gesperrt werden. Insgesamt soll das Spektakel allerdings nur 20 Minuten dauern.

SCHWERTE/GARENFELD

, 05.07.2017, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Samstag, 8. Juli, um 15 Uhr wollen Sprengexperten aus Thüringen die beiden mächtigen Stützen links und rechts der Lenne so sprengen, dass sie jeweils vom Fluss wegfallen. „Das geht schneller und ist weniger aufwendig, als sie langsam abzureißen“, erklärt Michael Neumann, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen.NRW für den 121 Millionen Euro teuren Neubau der Lennetalbrücke.

Während der Sprengung wird der Verkehr auf der A45 komplett gesperrt. Eine Umleitung gibt es aber nicht. Die Autofahrer in Richtung Süden werden kurz vor der Blitzanlage abgestoppt. Die in Richtung Norden vor dem anderen Brückenkopf. „Nach 20 Minuten sollte der Verkehr wieder freigegeben sein“, meint Neumann.

Bereich um Sprengort wird weiträumig abgesperrt

Dafür lohne sich keine Umleitung, zumal die Straßen rund um die Sprengung ebenfalls weiträumig abgesperrt werden. Das mache man auch, um Schaulustige möglichst fernzuhalten. Während der Aktion am Samstagnachmittag muss das Gelände von drei benachbarten Unternehmen geräumt werden. Das sie aber bereits abgesprochen, so Neumann.

Zur Vorbereitung der Aktion hat Sprengmeister Martin Hopfe bereits die Keile angezeichnet, die er in den Betonsockel sprengen will. Dort wo die Ladung platziert werden soll, wurde bereits ein Loch ausgesägt.

Während die beiden Pfeiler am Fluss mit Sprengstoff beseitigt werden, sind am Rest der alten Brückentrasse große Bagger im Einsatz, die Fahrbahn, Längsträger und Pfeiler auf konventionelle Art und Weise abreißen.

Der Verkehr fließt derweil auf den ersten drei Fahrstreifen der neuen Brücke. Die ist zur Hälfte fertig. Wenn das alte Bauwerk komplett abgerissen ist, soll die zweite Hälfte gebaut werden.

Weitere Sprengung wird komplizierter

Davor liegt aber noch der Abriss des Brückenteils, der über die Eisenbahntrasse führt. „Da wird 6. August noch einmal gesprengt“, erläutert Neumann. Und das ist noch ein wenig komplizierter. Denn der Beton darf auf keinen Fall die Gleise beschädigen. Außerdem muss man eine Pause im Fahrplan der Deutschen Bahn nutzen.

Weitere Infos zur Brückensanierung
Vor allem der LKW-Verkehr hat der 1967 gebauten Brücke zugesetzt.
Sie ist die erste von 50 Brücken zwischen Dortmund und Frankfurt, die erneuert werden müssen.
Laut Bauplanung soll die Brücke 2018 fertig sein.
Bereits Mitte 2018 wird aber auch mit dem Bau der sechs Kilometer entfernten Talbrücke Kattenohl-Brunsbecke begonnen werden.
Der Bau der neuen Lennetalbrücke, die 21 Meter hoch und mehr als 1 Kilometer lang ist, soll 121 Millionen Euro kosten.

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