Ärzte raten zur Grippe-Impfung: Jetzt schon mehr Anfragen als sonst

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Nicht nur das Coronavirus kann gefährlich werden, auch die alljährliche Grippe kann dramatisch werden. Gerade ältere Patienten sollten das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Schwerte

, 27.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie ist unangenehm und kann dramatisch sein, die Grippe. Der beste Schutz gegen Grippe ist die vorbeugende Impfung. Und sie ist in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig. Das sagen Mediziner der Kreis-Gesundheitsbehörde.

Nicht selten ende eine schwere Grippe-Erkrankung mit einem Aufenthalt im Krankenhaus. In einigen Fällen verlaufe eine Grippe sogar tödlich. Um sich selbst und andere zu schützen und die Krankenhaus-Kapazitäten nicht unnötig zu belasten, sollten möglichst viele den kleinen Pieks auf sich nehmen und sich impfen lassen.

„Ähnlich wie bei Corona“

Im November beginnt die Grippe-Saison. Um die Zahl der Grippe-Patienten möglichst klein zu halten, betont Amtsarzt Dr. Roland Staudt: „Mit jedem Geimpften sinkt das Risiko einer erneuten Erkrankungswelle.

Ähnlich wie bei Corona ist es nämlich so, dass auch Menschen, die keine Krankheitszeichen zeigen, infektiös sein können, andere anstecken und so eine Kettenreaktion auslösen.“

Große Nachfrage auch in Schwerte

Einen echten Schutz vor der Influenza biete nur eine Impfung. Besonders im Blick hat der Amtsarzt Ältere und chronisch Kranke, deren Immunsystem geschwächt ist. Auch Menschen, die beruflich häufigen Kontakt mit anderen Menschen haben, empfiehlt der Amtsarzt die Impfung.

Das sieht auch Hausärztin Beate Bressen so. Die Schwerter Ärztin hat in diesem Jahr schon häufiger Anfragen zur Grippeschutz-Impfung bekommen als in den Jahren zuvor. „Gerade von älteren Patienten haben wir schon viele Anfragen bekommen“, sagt sie. „Ich denke, dass sich im Rahmen der Covid-Erkrankungen viele auch vor der Grippe schützen wollen.“

Impfungen ab dem 5. Oktober

Das hält Beate Bressen auch für sinnvoll denn: „Ältere Patienten haben meist mehrere Erkrankungen, beispielsweise Bluthochdruck oder Herzerkrankungen.“ Das Immunsystem ist dann anfälliger für den Grippe-Virus und „ da kann Grippe dramatischer sein als bei jüngeren Menschen.“

In der Praxis von Beate Bressen und Marina Justus wird ab dem 5. Oktober gegen Grippe geimpft. „Bis alles geliefert wird dauert es ein bisschen“, sagt die Hausärztin über die Lieferzeiten für Impfstoffe, die wegen des Coronavirus länger sind als ohnehin schon.

Wegen des Coronavirus dürfen die Wartezimmer nicht voll werden. „Wir haben in der Praxis Patienten im Vorfeld gefragt, ob sie eine Impfung wünschen und haben extra Tage dafür herausgegriffen, an denen Patienten nur für die Grippeimpfung kommen“, sagt Beate Bressen.

Abklärung vom Arzt wichtig

Die Kreisgesundheitsbehörde rät dazu sich auch im Falle einer Grippe-Infektion an die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen zu halten. Eine Abklärung der Infektion durch einen Arzt sei ratsamer denn je.

Informationen rund um die Grippe & Co finden sich im Internet beim Robert Koch-Institut.

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