Als eine Erfindung Schwerte ins 20. Jahrhundert katapultierte

Rätsel: Lösung

Das typische Anmeldeschild und die Holztür dahinter verraten schnell, wo man sich in Schwerte befindet. Am Eingang zum Nickelwerk oder der Deutschen Nickel, wie das Unternehmen wieder heißt.

Schwerte

, 09.04.2020, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie gut kennen Sie Schwerte? Dieses Mal suchten wir das Verwaltungsgebäude der Deutschen Nickel.

Wie gut kennen Sie Schwerte? Dieses Mal suchten wir das Verwaltungsgebäude der Deutschen Nickel. © Manuela Schwerte

Die Anfänge der Deutschen Nickel liegen im Jahr 1861. Damals gründeten Theodor Fleitmann und Heinrich Witte in Iserlohn ihre Nickel- und Kobaltfabrik. Als Schwerte 1867 einen eigenen Bahnanschluss bekam, errichtete man eine Fertigungsstätte in Schwerte.

Der Aufstieg der Stadt in der industriellen Revolution war eng mit den Deutschen Nickelwerken, so hieß das Unternehmen seit 1902, verbunden. Schon seit 1872 fanden Halbzeuge aus Nickellegierungen von Schwerte aus ihren Weg zu Kunden in aller Welt.

1878 gelang Theodor Fleitmann eine bahnbrechende Erfindung, die bis heute noch die technische Verfahrensgrundlage für die gesamte nickelverarbeitende Industrie bildet: Durch den Zusatz von Magnesium konnte Nickel im glühenden Zustand walz- und schmiedbar gemacht werden. Ein weiterer Durchbruch gelang ihm mit der Walzplattierung von Eisenblechen mit Nickel und Kupfer sowie deren Legierungen. Zu jener Zeit war dieses Verfahren weltweit einzigartig und bildet bis heute die Grundlage moderner Plattierverfahren.

Über die Jahrtausendwende geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten. 2005 wurde es von Investoren übernommen. 2012 ging es dann zur Wickeder Group, und 2018 wurde es von der Geschäftsführung gekauft und ist seitdem wieder eigenständig.

Lesen Sie jetzt