Büsch

Ausbildung mit 35: „Ich wollte auch ein Vorbild für meine Kinder sein“

Ilga Fenger ist 35. Die Mutter zweier Kinder hat vor kurzem ihre Ausbildung zur Bäckerei-Fachverkäuferin abgeschlossen. Nach zehn Jahren praktischer Erfahrung muss sie wieder lernen. Eine Umstellung.
Glückwünsche von den Geschäftsführern Michael Trosdorff (l.) und Norbert Büsch: Ilga Fenger hat erfolgreich die zweijährige Ausbildung zur Bäckerei-Fachverkäuferin absolviert. © Bettina Engel-Albustin

Zwei Jahre dauerte es, bis Ilga Fenger (35) ihre Ausbildung zur Bäckerei-Fachverkäuferin abschließen konnte. Sie war „Senior-Azubi“. Als „Senior-Azubis“ werden bei Büsch diejenigen bezeichnet, die deutlich älter sind als andere Auszubildende. Die 27 „Senior-Azubis“ der diesjährigen Gruppe waren bei ihrem Abschluss zwischen 27 und 60 Jahre alt.

Ilga Fenger arbeitet seit zehn Jahren als ungelernte Kraft in der Handwerksbäckerei Büsch in Schwerte. „Auch wenn ich bisher keinen Abschluss hatte, wollte ich doch etwas erreichen“, berichtet sie. „Ich wollte auch ein Vorbild für meine beiden Kinder sein“, sagt die Alleinerziehende. „Mit einer Ausbildung kann ich fest auf beiden Beinen stehen und für uns sorgen.“

Herausforderung im ersten Lockdown

„Mit dem schulischen Wissen bin ich nun viel sicherer geworden und kann unsere Kunden deutlich besser beraten“, erzählt sie nach ihrer Ausbildung. Allerdings war das schulische Lernen eine Umstellung. „Ich musste wieder lernen, wie lernen geht“, berichtet Ilga Fenger. Beim ersten Lockdown sei das eine Herausforderung gewesen, beim zweiten war sie schon deutlich gelassener.

Mit dem erfolgreichen Abschluss ist aber ihr Karriereziel noch nicht erreicht. Als nächstes hat sie sich eine Filialleitung, dann eine Bezirksleitung bei der Handwerksbäckerei vorgenommen. Und Ilga Fenger ist sich sicher: „Das werde ich bestimmt schaffen.“

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