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Der erste Streetfood-Markt der Saison war mäßig besucht. Am Essen kann es aber nicht gelegen haben, findet unsere Redaktion. Wir waren zum Streetfood-Check an Ständen und Trucks unterwegs.

Schwerte

, 12.04.2019 / Lesedauer: 5 min

Streetfood-Märkte sprießen deutschlandweit aus dem Boden. In entspannter Atmosphäre essen, trinken und Freunde treffen: Der Hype um die Ansammlung von Essensständen und Foodtrucks auf Marktplätzen oder in Parks scheint nicht abzureißen.

Gut für die Schwerter, denn am Donnerstag ist der stadteigene Streetfood-Markt in seine zweite Saison gestartet. Mit herzhaften, süßen und vegetarischen Portionen und jeder Menge Fleisch konnte der Markt im Stadtpark begeistern - dazu gab es auch Glühwein oder Cocktails, Musik und sogar eine Happy Hour direkt zum Start der großen Futterei um 16 Uhr.

Wir haben den Händlern hinter den Theken auf die Finger geschaut und viele Gerichte auf dem Schwerter Streetfood-Markt probiert:

Jessica Will: Kartoffelwaffel mit Pastrami - ein absolutes Highlight

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

Die Kartoffelwaffel mit Pastrami ist extrem lecker - und in der Kombination bekommt man dieses Gericht sicherlich nicht an jeder Ecke. © Jessica Will

Diese Kombination ist mein absolutes Streetfood-Highlight! Auf eine frische, warme Kartoffelwaffel kommt frischer Salat und gesmoktes Pastrami. Dazu je nach Variante noch geschmolzener Käse, geschmorte Zwiebeln, Sauerkraut oder Senf-Sauce und milde Gurkenscheiben (in der Variante New York Style, für die ich mich entscheide). Auf Nachfrage erklärt man mir am Stand von „Maples Gourmet Waffel“ wie das Fleisch zubereitet wurde – nämlich bei niedriger Temperatur über lange Zeit im Smoker.

Das Ergebnis schmeckt mir extrem gut und den Preis von 7,50 Euro finde ich angemessen. In dieser Kombination habe ich das noch auf keinem anderen Streetfood-Markt gegessen. Lohnt sich!

Björn Althoff: Bio-Bentheimer Bratwurst – zuviel Hitze, verbrannter Gaumen

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

So sah die Bratwurst vom Edles-Fleisch-Stand aus. © Foto: Björn Althoff

Was ist in der Bratwurst drin? Das will man ja so genau nicht wissen. Von der Aufzucht der Tiere über das Umbringen bis zum Verwursten lässt man lieber Fachleute ran. Steht dann „Bio“ an der Wurst (bzw. auf der Speisekarte), hat man immerhin ein besseres Gewissen. Gut: das Tier ist tot, aber hat vorher wenigstens ordentliches Essen, keine Medikamente und ein bisschen Platz gehabt. Ebenfalls klasse: Bio schmeckt besser.

So übrigens auch hier bei „Edles Fleisch“: Die Wurst – mit 3,50 Euro für Bio relativ günstig - ist behutsam gewürzt, nicht zu scharf, salzig, streng. Auch die Textur passt: außen knackig, innen fast zart schmelzend.

Aber – und das ist ein großes Aber: Beim Zubereiten zumindest dieser Wurst – gekauft am späten Nachmittag – hat man einen Fehler gemacht. Die Bratwurst ist zu schnell und zu heiß gebraten worden. Ärgerliche Folge: Unter der Pelle lauerte kochend heiße Feuchtigkeit, die den Gaumen verbrannte.

Heiko Mühlbauer: New York Chilli-Cheese - viel und sättigend

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

Der Chilli-Cheese von Baseburger. © Heiko Mühlbauer

The New York Chilli-Cheese von Baseburger sieht gut aus, und punktet vor allem mit seiner Kombination aus Käsesauce und Jalapeños. Mit seinen 8 Euro ist er sicherlich nicht günstig, liegt aber beim derzeitigen Burger-Hype noch durchaus im Rahmen.

Warten muss ich nicht, was aber an den kühlen Temperaturen liegt. Allerdings auch ein bisschen daran, dass die Pattys bereits gegrillt sind und warmgehalten auf das frisch geröstete Burgerbrötchen kommen. Beim Essen merkt man das aber nicht, denn der New-York Chilli-Cheese lebt von seinen Saucen. Das Patty ist ausreichend groß, sodass man immer noch Fleisch aus dem Mix an Jalapeños, Rispentomaten, Gurken, Salat, roten Zwiebeln, Chilli-Cheese und Ketchup schmecken kann. Nach dem ersten Biss in die Köstlichkeit bemerkt man das alte Burgerproblem. Das Ding ist eigentlich zu groß, um es aus der Tüte zu essen. Am Ende habe ich Sauce im Gesicht und an den Händen, und der letzte Rest liegt dann auch in Stücken in der Tüte. Lecker war es trotzdem und auch sättigend.

Bei Baseburger auf dem Streetfoodmarkt sind nur zwei Gerichte im Angebot: der Chilli-Cheese und ein Pulled-Pork-Burger. Ach ja: Und zum Burger gab es zwei Gutscheine für jeweils ein Cocktail in einem der drei Restaurants der Kette in Iserlohn, Bochum oder Lünen dazu.

Aileen Kierstein: Vegetarischer Wrap - Viva la Mexico!

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

Der "Mexican Bandit" von Wrap Attack in seiner vegetarischen Version. © Aileen Kierstein

Im knallgelben Foodtruck von Wrap Attack weiß man, was man tut. Das zeigt sich auch beim „Mexican Bandit“, für den ich mich entscheide: Im dünnen Teigfladen drubbeln sich Salat, Tortilla-Chips, Käse, Salsa und rote Bohnen (in der vegetarischen Version). Schmeckt wirklich sehr gut. Mein Highlight ist die Kombination aus fruchtiger, weicher Tomatensalsa und den krachenden Nachos. Nur der Käse, der hätte ein bisschen wärmer und flüssiger sein müssen. Für Fleischliebhaber würden die Jungs im Truck Bohnen gegen Rindfleisch tauschen und den Preis von 5 auf 6,50 Euro erhöhen. Fair, finde ich.

Maximilian Stascheit: Halloumi-Burger - scharf und süß zugleich

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

Bei „Cheese Wonder“ gab es einen Käseburger der asiatischen Art. © Maximilian Stascheit

Bei „Cheese Wonder“ habe ich unter den drei verschiedenen Burgern die asiatische Variante gewählt. Kosten: 7 Euro. Nicht wirklich groß für einen Burger, dafür aber super lecker. Vorab gab es den Halloumi-Käse bereits zum Probieren – inklusive ausführlicher, freundlicher Erklärung des Kochs. Der mit Erdnuss-Sauce, Mango, Paprika, Salat und Halloumi garnierte Burger schmeckte auf der einen Seite relativ scharf, was aber vor allem durch die süße Geschmacksnote der Mangoscheibe ausgeglichen wurde.

Eine interessante und köstliche Geschmacksmischung. Nur war es nicht möglich, den Burger zu verzehren, ohne dabei die Sauce auf der Tischdecke und den eigenen Fingern zu verteilen.

Jessica Will: Falafel mit Ananas und Currysauce - ungewöhnlich, aber lecker

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

Fünf Falafelbällchen mit Dosenananas und Currysauce kosten sieben Euro. Es gibt das Gericht auch in einer Variante mit Brot. © Jessica Will

Auf zwei Arten kann man sich das Gericht am Stand „Gralke Event“ servieren lassen: Entweder in einer Brottasche oder im Pappschälchen. Preislich macht das keinen Unterschied – 7 Euro kostet eine Portion. In der Schale landen fünf Falafel-Bällchen, die in der Fritteuse kurz vom Servieren nochmal warmziehen. Eine ordentliche Portion Dosen-Ananas drüber, dazu Currysauce und Currypulver.

Über den Preis lässt sich sicherlich diskutieren, der ist schon ambitioniert. Allerdings: Die Kombination Falafel mit Frucht und Curry ist ungewöhnlich, aber sehr lecker!

Maximilian Stascheit: Spiralkartoffeln - mehr Schein als Sein

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

Auf dem Street Food Markt gab es bei Spirallala eine frittierte Spiralkartoffel. © Maximilian Stascheit

Bei „Spirallala“ gab es für 4 Euro einen frittierte Spiralkartoffeln. Diese machten optisch deutlich mehr her als geschmacklich. Keine Frage: Geschmeckt haben die Kartoffelscheiben allemal und wurden durch die Panade angenehm kross. Im Vergleich zu guten Pommes trotz des angepriesenen Paprika-Salzes aber auch nichts wirklich Besonderes. Obwohl der Spieß mehrere Minuten gebrutzelt hat, waren die Scheiben sehr schnell wieder kalt.

Björn Althoff: Black Angus Burger – perfektes Fleisch, aber übliche Soßen

Burger, Wraps und Frozen Joghurt: So schmeckt Schwertes Streetfood im Stadtpark

So sah der Burger vom Edles-Fleisch-Stand aus. © Foto: Björn Althoff

„Edles Fleisch“ hat auch einen Burger im Angebot. Er kostet 8 Euro – ein üblicher Preis für einen Streetfood-Markt und für einen Burger dieser Größe. Positiv: das Fleisch. Festes, aber immer noch saftiges Rinderhackfleisch, das Patty außen cross und in der Mitte noch rosig. Gut auch, dass das Brötchen kurz noch angegrillt wurde. Erstaunlich hingegen, dass Heinz-Ketchup und vor allem Remoulade aus der großen länglichen Tube (wie beim Bäcker) auf den Burger kommen und keine eigenen Saucen. Dafür liebevoll drapierte Salatblätter, Tomate, eine angeschmolzene Käsescheibe, süßlich gegrillte Zwiebeln und etwas draufgestreute Salz-Pfeffer-Mischung zum Abschluss. In der Kombination stimmig und äußerst sättigend. Aber eben ohne Soßen-Überraschung.

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