Bußgeld für falsche Angaben: Was sagen Wirte in Schwerte zur neuen Regelung?

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Wer sich in der Kneipe als Mickey Maus in die Kontaktliste einträgt, muss in Zukunft 250 Euro Bußgeld zahlen. Doch wer überprüft die Angaben? Und wie sehen die Schwerter Gastronomen das?

Schwerte

, 03.10.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer sich in Kneipen oder Restaurants zukünftig mit Mickey Maus oder Darth Vader in die ausliegenden Kontaktlisten einträgt, wird zur Kasse gebeten. In NRW kostet die falsche Namensgebung ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro.

Prinzip der Plausibilitätskontrolle

Doch wer überprüft künftig die Angaben auf den Kontaktlisten? „Es herrscht grundsätzlich das Prinzip der Plausibilitätskontrolle“, erklärt Stadt-Pressesprecher Ingo Rous. „Das heißt, der Wirt hat die Möglichkeit bei offensichtlich falschen Angaben das Ordnungsamt zu rufen.“

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Dennoch wolle man den Wirt in solchen Fällen nicht zum verlängerten Arm des Gesetzes machen. Zudem werde der kommunale Ordnungsdienst, wie schon zuvor, stichprobenartige Kontrollen durchführen. Auch die Gäste untereinander sollten sich verantwortungsvoll und kooperativ zeigen.

Keine großen Veränderungen

Für die Schwerter Gastronomen führt die neue Regelung nicht wirklich zu Veränderungen. Man sieht die Situation gelassen. „Also bei mir ändert sich durch das Bußgeld nichts“, so Frank „Pocke“ Simon von der Feuerteichschenke in der Innenstadt. „Ich habe auch vorher darauf geachtet, dass jeder sich hier mit richtigem Namen einträgt.“

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Das sei in der kleinen Feuerteichschenke auch kein wirkliches Problem. Der Großteil der Besucher der Feuerteichschenke seien Stammgäste, deren Namen er kennt. Die Kontaktlisten verwahrt er in einem großen Ordner hinter der Theke. Kommt ein Stammgast, der sich schon mal in die Liste eingetragen hat, in die Kneipe, müsse der die Kontaktliste nicht jedes Mal neu ausfüllen. Die Namen der Tagesgäste notiere sich Simon dann einfach auf einem kleinen Block. „Wenn jemand kommt, der zum ersten Mal da ist, muss ich mir im Notfall auch den Ausweis angucken“, erklärt Simon. Probleme mit falschen Angaben in der Kontaktliste habe er noch nicht gemacht.

Auch im Ostentor bleibt man gelassen

Auch Antje Jovic, Betreiber des Restaurants und Steakhouse am Ostentor führt die neue Regelung bisher vor keine großen Probleme: „Momentan kommen viele Stammgäste zu uns. Es ist auch nicht so viel los, dass man bei den Kontaktlisten den Überblick verlieren könnte.“

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Wenn eine Gruppe von vier bis fünf Personen in sein Restaurant komme, dann schaue Jovic, ob die eingetragen Namen plausibel erscheinen. Bei einzelnen Personen könne es passieren, dass er auch mal nach einem Ausweis frage. „Im Grunde genommen haben wir das vor der Erteilung der Bußgelder genauso gemacht.“

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