CDU fordert neue Planung: Drei Kreisverkehre auf der B236 in Schwerte

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Ob es tatsächlich noch eine Chance gibt, die fertigen Pläne für den B236-Ausbau bis zum Ostentor zu ändern? Die CDU glaubt ja und setzt auf Kreisverkehr, Fahrradbrücken und ein Parkhaus.

Schwerte

, 01.10.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Planung der B236 von der Autobahn bis zum Ostentor sind die wenigsten Schwerter zufrieden. Doch das Projekt liegt nicht in den Händen der Schwerter, sondern wird vom Landesbetrieb Straßen.NRW betrieben. Und der hat seine Planung weitgehend abgeschlossen.

Das Planfeststellungsverfahren ist kurz vor dem Abschluss. Ein sogenannter Erörterungstermin, bei dem Bürger ihre Beschwerden vorbringen konnten, fand noch kurz vor dem Corona-Shutdown statt. Die CDU-Fraktion glaubt aber einen Weg gefunden zu haben, wie man doch noch Einfluss nehmen kann und legt ein ambitioniertes Verkehrskonzept vor.

Drei große Kreuzungen mit Kreisverkehr

Das Markanteste daran: Aus drei großen Kreuzungen – nämlich Wittekindstraße / Béthunestraße, Ostenstraße (Schützenstraße)/Béthunestraße und Letmather Straße/Béthunestraße/Iserlohner Straße – sollen Kreisverkehre werden.

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Um Radfahrern und Fußgängern gerecht zu werden, will man darüber hinaus über der eigentlichen Fahrbahn für beide Richtungen eine Brückenkonstruktion mit Rad- und Fußwegen erstellen lassen. Die könnte dann von der Kreuzung Wittekindstraße/Béthunestraße bis etwa 250 Meter hinter der Kreuzung am Ostentor reichen. Das Konstrukt könne später sogar Teil einer Fahrradautobahn in Richtung Süden werden.

Ein Parkhaus mit Anschluss zur Béthunestraße

Ins Konzept eingebunden ist auch ein Parkhaus, das auf dem Parkplatz am Reiche des Wassers zusätzliche Parkplätze schaffen soll und über die Béthunestraße erschlossen werden soll. Im Gegenzug könne man dann die Zufahrt über die Innenstadt und die Straße Im Reiche des Wassers schließen.

Zu guter Letzt soll dann auch die Hagener Straße von der Höhe Polizei bis zur Ostenstraße nur noch für Anlieger, Rettungsdienste und Versorgungsfahrten genutzt werden und zu einer Erweiterung der Fußgängerzone umgebaut werden. Zumindest für den Radweg könne man Fördermittel aus dem Projekt Fahrrad 2.0 des Bundesministeriums für Verkehr erhalten.

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Soweit die Pläne der CDU. Doch selbst wenn der Rat der Stadt in der kommenden Woche dem Antrag folgt, bleiben die Umsetzungschancen gering. Denn nur noch per Eingabe im sogenannten Deckblattverfahren, können die Schwerte Politiker Einfluss auf die Planung nehmen.

Änderungen nur noch im Deckblattverfahren

Wenn eine Änderung von einzelnen Bestandteilen eines geplanten Projekts notwendig wird, erfolgt ein so genanntes Deckblattverfahren. Nachdem die Details der Planung, die geändert werden müssen, eingearbeitet sind, werden sie in den Planunterlagen gekennzeichnet und als Deckblatt bezeichnet.

Doch dazu müsste man bei der Landesbehörde erstmal zu der Einsicht gelangen, dass eine Änderung der Pläne notwendig ist. Beispiele für solche Änderungen sind oft neue Verkehrsprognosen oder geänderte Lärmschutzstandards.

Im Antrag an den Rat schreibt CDU-Fraktionschef Marco Kordt: „Es muss jetzt gehandelt werden, um ein Konzept zu erarbeiten, welches auch für und vor allem in der Zukunft Bestand hat und weiterhin ausbaufähig ist. Neue Konzepte, wie das Projekt „Fahrrad 2.0“ sind kompatibel mit Begrünungen, neuen Energien (PV), Leitsystemen für autonom fahrende Fahrzeuge, Tragsysteme für Rohrleitungen, Kabelführungen und vieles mehr.“

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Als ersten Schritt schlagen die Christdemokraten eine Ortsbesichtigung mit allen für ein derartiges Projekt zuständigen Fachkräften und der Politik sowie eine sich zeitnah anschließende Präsentation vor.

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