Müssen Schwerter Raucher künftig 50 Euro für jede weggeworfene Kippe zahlen?

hzSauberkeit in Schwerte

Die Kippe im Rinnstein ist nicht nur optisch eine Sauerei. Die CDU fordert deutlich drastische Strafen für achtlose Raucher. Aber kann das Kippen- Knöllchen das Problem lösen?

Schwerte

, 14.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Stadtpark, ja klar - aber auch rund um die Bänke an der Ruhr oder auf der Hüsingstraße - nahezu überall liegen in Schwerte Zigarettenkippen auf der Straße. Und das, obwohl es eine ganze Reihe von Abfallbehältern gibt, die auch mit einem Aschenbecher ausgestattet sind. Die CDU fordert deshalb jetzt: 50 Euro Bußgeld pro weggeschmissener Kippe. Das Wegwerfen von Zigarettenkippen solle ausdrücklich in den Bußgeldkatalog aufgenommen werden. Bislang gibt es da nur das Wegwerfen oder Zurücklassen von Abfall, das von der Zigarettenkippe bis zum Sperrmüll reicht. Mit 35 Euro ist das ein Standard-Knöllchen. Genauso viel zahlt man, wenn der Hund nicht angeleint ist oder die Hausnummer nicht sichtbar.

„Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe verschmutzt 40 Liter Grundwasser“, sagt CDU-Fraktionschef Marco Kordt. Das sei den meisten Menschen hinlänglich bekannt. Vielen Rauchern fehle es aber offensichtlich an Einsicht.

Raucher haben kein Nummernschild

Ist das nur eine symbolische Strafe? Denn zum Kippenknöllchen-Eintreiben braucht man schließlich Personal. Und das muss auch mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet sein. Denn Raucher haben nun mal kein Nummernschild wie Falschparker. Man muss sie also auf frischer Tat ertappen und die Personalien feststellen.

„Ich gehe davon aus, dass der Kommunale Ordnungsdienst das bei seinen Streifen machen kann“, so Kordt. Besonders ärgert er sich über die Kippen in der Fußgängerzone. Besonders dort, wo Gastronomie ist und samstags auf dem Marktplatz finde man zahlreiche Hinterlassenschaften von Rauchern.

Zumindest was den Einsatz gegen Müllsünder betrifft, kann die CDU durchaus auf die Zustimmung des SPD-Bürgermeisters hoffen.

Stadt will bei Verstößen klare Kante zeigen

„Weggeworfene Kippen und achtlos hinterlassener Müll mindern die Qualität und belasten alle Steuerzahler. Bei Verstößen dagegen werden wir klare Kante zeigen, um den Problemen konsequent zu begegnen“, so Dimitrios Axourgos. Der allerdings auch betonte, dass die Stadt in den vergangenen Monaten auf diesem Feld bereits aktiv geworden sei.

Und Kämmerin Bettina Brennenstuhl, zu deren Dezernat auch der Bereich Ordnung der Stadt gehört, kündigte an, dass eine Neufassung der Verordnung, die das Thema regele, im September im zuständigen Ratsausschuss diskutiert werde. Sie verwies darauf, dass die Kippe auch heute schon teuer werden kann: Das Bußgeld betrage beim ersten Verstoß zwar nur 35 Euro, würde aber inklusive der Verwaltungsgebühren deutlich höher liegen.

Dass dieses Thema zumindest bei vielen Schwertern gut ankommt, zeigen die Reaktionen einer Umfrage auf Facebook: Die reichten von „genau richtig“ bis „viel zu wenig“.

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