Coronapause geht zu Ende - aber die Pagode steht vor der Schließung

hzGastronomie in Schwerte

Seit 15 Jahren kann man an der Reichshofstraße chinesische Küche genießen. Erst unter dem Namen Dschingis Khan, später Pagode. Noch gibt es Außer-Haus-Verkauf. Aber auch das ist bald vorbei.

Westhofen

, 11.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zwangspause wegen der Coronakrise ist für die Gaststätten vorbei. Das Land NRW hat die Öffnung ab Montag (11. Mai) wieder erlaubt. Doch ein Speiserestaurant in Schwerte wird diese Möglichkeit wohl nicht mehr nutzen.

Der Aufwand wäre für Youli Chen, Ehemann der Inhaberin der „Pagode“ in Westhofen, zu groß. In wenigen Wochen will er das Lokal ohnehin schließen, wie er ankündigt. Bis dahin solle es beim Außer-Haus-Verkauf bleiben.

Mietvertrag für das Lokal läuft Ende Juni aus

„Ende Juni läuft der Mietvertrag aus“, erklärt Youli Chen. Ein Nachfolger, der den Betrieb weiterführen könne, sei nicht in Sicht: „Es lohnt sich nicht.“ Man müsse Miete bezahlen, die Mitarbeiter, die Ware für das Büfett. Mit 120 bis 140 Sitzplätzen auf rund 300 Quadratmetern Fläche ist das Restaurant für Westhofener Verhältnisse recht groß.

Gutscheine kann man zurückbringen

Mit der Nachricht bestätigten sich Befürchtungen, die seit dem Weiberfastnachts-Ball der „Flatterflöckchen“ im Holzener Haus Ledendecker die Runde gemacht hatten. Damals war als einer der Tombola-Hauptpreise ein Essensgutschein für die Pagode zu gewinnen - mit dem Hinweis, dass dieser bis Ende Mai eingelöst werden möge.

Youli Chen bietet großzügig eine weitere Möglichkeit an: „Man kann den Gutschein bringen und bekommt Geld zurück.“

Groß sind die Gasträume der Pagode an der Reichshofstraße, wo es früher ein Teppichgeschäft gab. Das Lokal verfügt sogar über eigene Parkplätze vor der Tür.

Groß sind die Gasträume der Pagode an der Reichshofstraße, wo es früher ein Teppichgeschäft gab. Das Lokal verfügt sogar über eigene Parkplätze vor der Tür. © Reinhard Schmitz

Die Stammgäste, so erlebte der Restaurant-Chef immer wieder, sind traurig, ihren Treffpunkt zu verlieren. Bei einer Google-Suche im Internet werden für das Lokal vier von fünf Sternen verliehen. „Essen sehr frisch und lecker, frisches Obst, Kuchen und Eis und Dessert“, hat ein Nutzer darunter geschrieben. Ein anderer lobt: „Leckeres Essen und ein ausgesprochen netter Service.“

Im Januar wurde die Gaststätte als „Dschingis Khan“ eröffnet

Seit Januar 2005 gibt es in den Räumen an der Reichshofstraße 44, in denen zuvor ein Teppichgeschäft zu finden war, ein Restaurant. Unter dem Namen „Dschingis Khan“ hatte es damals eine Familie Li mit einer Speisekarte eröffnet, die alle asiatischen Küchen vereinte.

Die Gerichte wurden auf mongolische Art zubereitet. Dabei stellten die Gäste ihr Wunschessen aus rohem Gemüse, rohem Fleisch und Fisch zusammen und ließen es vor ihren Augen auf einer heißen Gusseisenplatte zubereiten.

Seit drei Jahren unter der jetzigen Leitung als Chinarestaurant geführt

Später wurde der Name in Pagode geändert, die in den vergangenen drei Jahren von Youli Chen mit chinesischer Küche geführt wurde. Der möchte jetzt neue berufliche Wege voraussichtlich außerhalb der Gastronomie einschlagen: „Restaurant-Büfett lohnt sich gar nicht.“

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Chinesische Gerichte zum Mitnehmen

  • Die Pagode an der Reichshofstraße 44 bietet weiterhin einen Außer-Haus-Verkauf an.
  • Vorbestellt werden können Gericht aus der Speisekarte unter Tel. (02304) 996097.
  • Die Abholung ist dann möglich zwischen 12.30 Uhr und 20.30 Uhr.
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