Corona am Gymnasium: Panne beim Kreis Unna sorgte für Verwirrung

hzFriedrich-Bährens-Gymnasium

Alle 40 Corona-Tests negativ – so hatte es der Kreis Unna für das Friedrich-Bährens-Gymnasium Schwerte vermeldet. Das überraschte die Beteiligten. War es doch nur eine Kommunikationspanne.

Schwerte

, 21.08.2020, 16:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hat sich das Coronavirus am Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte verbreitet? Oder bleibt es beim Fall einer infizierten Lehrerin? Eine definitive Antwort darauf versuchen Schul-Verantwortliche und das Gesundheitsamt des Kreises Unna seit Montag zu finden.

Am Donnerstagnachmittag hatte der Kreis Unna dann auf seiner Internet-Seite offiziell vermeldet: „Die Ergebnisse der dort gemachten Tests bei 40 Personen sind alle negativ.“

„Ein Übermittlungsfehler, der nicht passieren darf“

Doch dieser Satz war vorschnell. „Eine Kommunikationspanne“, ärgert sich Schulleiter Heiko Klanke. „Ein Übermittlungsfehler“, sagt Max Rolke, Sprecher des Kreises Unna, und schiebt hinterher: „Aber das darf uns als Behörde natürlich nicht passieren.“ Deswegen könne man alle Beteiligten und Betroffenen nur um Verzeihung bitten.

Der Kreis Unna hatte den Satz später am Donnerstag noch korrigiert und am Freitag noch einmal klargestellt, wie denn jetzt der Stand ist: Nur für die Personen, die bei der ersten Testung am Dienstag dabei waren, gebe es negative Testergebnisse. Es handelte sich um knapp 30 Schüler aus einem jüngeren Jahrgang.

13 weitere Schüler wurden erst am Donnerstag getestet. Und auf diese Ergebnisse warte man noch, erklärte Klanke am Freitag.

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Montag: erst Unterricht, dann positiver Corona-Test

Warum bei den einen früher und bei den anderen erst später Abstriche genommen wurden? Das erklärt sich aus dem zeitlichen Ablauf: Die rund 30 Schüler hatten direkt an den ersten Schultagen Unterricht bei der Lehrerin, die 13 dann erst am vergangenen Montagmorgen. Und am Montagmittag habe die Kollegin dann erfahren, dass sie Covid-19-positiv sei. Was eine Überraschung gewesen sei, weil sie keinerlei Symptome gezeigt habe.

Ein Test schon am Dienstag wäre also für die 13 zu früh gewesen. Deshalb kamen sie erst am Donnerstag an die Reihe. Für sie geht der Schulalltag dennoch weiter, so wie für die anderen der 770 Schüler und die knapp 70 Lehrer am FBG.

Kontakt der Kategorie I? Weiter zur Schule

Denn: Da man weiterhin davon ausgeht, dass im Gebäude und auf dem Schulgelände die Abstände eingehalten und die Masken getragen werden, gilt die Ansteckungsgefahr nicht als enorm, nur als eventuell.

Offiziell wird in der Schule wie auch in der Arbeitswelt oder anderen Lebensbereichen unterschieden zwischen Kontaktpersonen der Kategorie I und II. Kategorie I bedeutet: maskenlosen Face-to-face-Kontakt mit einem Covid-19-Fall gehabt, mindestens 15 Minuten lang. Kategorie II heißt: Kontakt zu einem Fall, auch 15 Minuten oder länger, aber eben mit Gesichtsschutz. Kategorie I sollte bis zum negativen Test in Quarantäne, Kategorie II muss weiter zur Arbeit oder zur Schule.

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