Corona-Neuinfektionen in Schwerte: Wie kam es dazu?

hzViele neue Fälle

Wie kam es zum Anstieg bei neuen Corona-Fällen in Schwerte? Lassen sich Infektionsketten nachvollziehen? Ist man beim Gesundheitsamt nun besorgt? Am Freitag antwortete der Kreis Unna.

Schwerte

, 19.06.2020, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 15 Corona-Neuinfektionen in 7 Tagen, so viele wie seit mehr als zwei Monaten nicht mehr. 19 aktuell Infizierte, also ein Wert wie seit Ende April nicht.

Da stellt sich die Frage: Müssen die Behörden nun besonders alarmiert sein? Oder ist das eher ein Zufall, der auch damit zu tun, dass Zahlen in kleineren Städten eben kleiner sind und jeder neue Fall eine größere Auswirkung in der Statistik hat als in Iserlohn, Hagen oder Dortmund?

Kreis Unna: Kein Hotspot in Schwerte auszumachen

Beim Kreis Unna bleibt man entspannt. Zumindest ist das der Eindruck, den Sprecherin Constanze Rauert am Freitagmittag nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt vermittelt. Andere Aspekte hätten in den vergangenen Tagen Priorität gehabt, etwa die Corona-Fälle an einer Kita und einer Grundschule in Werne. Zumal dort die Frage im Raum stand, ob und wie man reagieren müsste.

Nichtsdestotrotz beobachte man die Zahlen aus Schwerte natürlich genau und schaue weiter genau hin. Hotspots würden aber beim jetzigen Stand nicht erkennbar sein. Zuletzt hatte Bürgermeister Dimitrios Axourgos Mitte der Woche auf Facebook angedeutet, einige Schwerter hätten sich wohl bei Familienfeiern angesteckt.

Dazu könne sie nichts sagen, so Rauert weiter. Nur soviel: Solche Fälle gebe es irgendwo im Kreis sehrwohl immer mal wieder, zuletzt allerdings in einer anderen Stadt im Kreis Unna, nicht in Schwerte. Da seien zwei Familien betroffen gewesen, was sich dann eben schnell in der Statistik niedergeschlagen habe.

Kein neuer Fall am Freitag, niemand im Krankenhaus

Positiv weiterhin: Keiner der 51 aktuell Infizierten musste ins Krankenhaus, so zumindest der offizielle Stand am Freitag. Und auf den gesamten Kreis gesehen, seien einige Menschen genesen, so Rauert.

In Schwerte war das nicht der Fall. Hier hatten zwei der neuen Fälle den Pandemie-Plan bei Hoesch Schwerter Extruded Profiles aktiviert. Etwa zehn Kollegen der Corona-Infizierten wurden nach Hause geschickt. Erst mit negativen Tests dürften sie wieder zurück an die Arbeit, hieß es. Ein Bereich der Firma ruhte seitdem.

Stammen einige der neuen positiven Schwerter Tests nun von dort? Zeitlich würde es zwar hinkommen. Von Hoesch hieß es allerdings auf Nachfrage: Erst Anfang der Woche seien wohl alle Testergebnisse da und man könne reagieren. Erst dann könne man sich auch genauer dazu äußern.

Ein gutes Ergebnis für Schwerte immerhin gab es am Freitag: Der Kreis meldete keinen neuen Fall. Somit bleibt es bei insgesamt 109 Fällen seit Anfang März.

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