Darf ich in Schwerte in der Ruhr baden und wenn ja, wo?

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In Corona-Zeiten sind viele Freizeitvergnügen nicht erlaubt. Aber Baden in der Ruhr geht oder? Wo darf ich baden? Wo nicht? Was muss ich beachten? Ein paar Antworten auf diese Fragen.

Schwerte

, 01.06.2020, 10:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Baden in der Ruhr: An Sommertagen wie diesem ist das auch in Schwerte eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Und der Fluss gibt das auch eigentlich her. Schließlich hat 2017 in Essen am Baldeneysee sogar wieder eine offizielle Badestelle eröffnet. Die funktioniert allerdings auf der Basis eines Frühwarnsystems, wie der Ruhrverband auf seiner Homepage betont: Denn grundsätzlich hat der Fluss wieder eine Wasserqualität, die gefahrloses Baden zulässt.

Wie sauber ist das Wasser?

Allerdings nicht immer und überall. Durch Starkregen oder ähnliche Einflüsse können Keime ins Wasser gelangen. In Essen wird die Badestelle dann geschlossen. Wer wild im Fluss badet, macht das deshalb auf eigene Gefahr.

So hat es auch der Kreis Unna in der Vergangenheit gehalten: Das Baden in der Ruhr sei nicht verboten, allerdings das Lagern und Campen in der Wasserschutzzone 1. Und zu der gehört nahezu die gesamte Ruhr in Schwerte.

Doch auch hier lockert sich einiges. Denn die Wasserwerke ziehen sich aus einigen ihrer Gewinnungsgelände zurück. Die SPD nahm das zum Anlass ein Strandbad für Schwerte zu fordern, scheiterte aber mit ihren Bemühungen.

Wo wird an der Ruhr gebadet?

Seit den 90er Jahren gehört das Ruhrufer westlich der Ruhrbrücke nämlich nicht mehr der Stadt, sondern dem Sportangelverein. Und der hat Sorge vor Umweltzerstörung und Müll durch Badegäste. Dennoch sieht man bei Sommerwetter immer wieder Menschen in der Ruhr, zum Beispiel am Hundestrand am Ruhrwanderweg, in der Nähe der Ruhrbrücke und des Campingplatzes in Garenfeld. Beliebter Badeplatz ist die kleine Kiesinsel unterhalb der Rohrmeisterei. Hier gibt es in der Nähe auch den „Hundestrand“ wo sich Vierbeiner und Zweibeiner eine Badestelle mit seichtem Zugang zur Ruhr teilen. Schöne Badestellen gibt es am Südufer der Ruhr, vom Kanuverein ein Stück flussabwärts. Sie sind allerdings oft nur mit dem Boot zu erreichen. Weiter flussabwärts gibt es Stellen in Westhofen, und dann wird auch der Strand am Campingplatz in Garenfeld gern als Badestelle genutzt.

Wo darf ich auf keinen Fall baden?

Verboten ist eigentlich auch das Liegen auf der Wiese östlich der Ruhrbrücke, denn die gehört einem Bauern, der sie gepachtet hat.

Schöne Badestellen gibt es am Südufer der Ruhr. Sie sind allerdings oft nur mit dem Boot zu erreichen. Dort wo der Ruhrwanderweg in Westhofen direkt auf die Ruhr stößt, wird auch oft gebadet. Allerdings gibt es dort keine Liegemöglichkeit. Und dann gibt es noch den vielgenutzten Badeabschnitt am Campingplatz in Garenfeld.

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Absolut Tabu sind natürlich Naturschutzgebiete, wie sie rund um die Röllingwiese entstanden sind.

Wie gefährlich ist das Baden in der Ruhr?

Prinzipiell darf man den Fluss nicht unterschätzen. Er hat Unterströmungen, verwirbelt an Wehranlagen und Brückenpfeilern und ist eben ein Fließgewässer. Außerdem werden die Wehre von Zeit zu Zeit geflutet, sodass es zu starken Strömungen kommen kann. In der Mitte ist der Fluss zudem tief und schlecht zu berechnen und am Ufer ist es oft schlammig. Eine Badeaufsicht gibt es in Schwerte nicht.

Unsere Badetipps

Wer sicher Schwimmen gehen will, sollte lieber ein Freibad aufsuchen. Die meisten Naturbäder, wie der Silbersee in Haltern oder die Glörtalsperre haben wegen der Covid-19-Beschränkungen noch geschlossen. Geöffnet hat sein Pfingstsonntag das Elsebad.

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