Das ehemalige Herrenhaus Fischer in der Schwerter City wird für kurze Zeit wiederbelebt

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Einen Pop-up-Store, sowas kannte Schwerte bisher nicht. Die Idee: Ein leerstehendes Geschäft für einige Tage zu beleben. Vier bekannte Einzelhändler ziehen jetzt ins Herrenhaus Fischer.

Schwerte

, 26.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kaum ist er da, da ist er auch schon wieder weg. Es lohnt sich, schnell zu sein, wenn ein sogenannter Pop-up-Store ein leerstehendes Ladenlokal in der Fußgängerzone für zehn Tage belebt. Hinter dem Projekt stehen vier bekannte Schwerter Einzelhändler: Peter Rienhöfer (Augenoptik), Günter Leiendecker (Sporthaus Schwerte), Katharina Reuper (Möbel Reuper) und Kim-Laura Przybyla (Schuhhaus Hanna). Sie öffnen am Freitag, 29. November, um 10 Uhr, ihren Gemischtwarenladen in den Räumen an der Hüsingstraße 6, die früher von Apollo-Optik genutzt wurden. Alte Schwerter kennen den Laden als Herrenhaus Fischer.

Rotstift-Aktionen mit Reduzierungen bis zu 60 Prozent

„Es erwartet Sie ein breites Angebot von Brillen, Jacken, Schals, Taschen, Wohnaccessoires, Lampen, Schuhe, Pullover, T-Shirts, Sonnenbrillen und vieles mehr“, kündigt Rienhöfer an. Versprochen werden Rotstift-Aktionen bis zu 60 Prozent: „Das ist Ware, die zum Beispiel aus der Saison geht.“ Oder Einzelposten, die abverkauft werden wollen. Das seien richtige Schnäppchen.

Das ehemalige Herrenhaus Fischer in der Schwerter City wird für kurze Zeit wiederbelebt

Einen Pop-up-Store eröffnen am 29. November in der Hüsingstraße 6 (v.l.) Madeleine Rienhöfer, Günter Leiendecker, Katharina Reuper und Kim-Laura Przybyla. © Peter Rienhöfer

So einen Pop-up-Store gibt es zum ersten Mal in Schwerte. „Die grundlegende Idee hatte meine Frau“, sagt Peter Rienhöfer, der auch Vorsitzender der Werbegemeinschaft Schwerte ist. Um den Leerstand kurzzeitig zu aktivieren, habe er sich mit den anderen Kollegen zusammengetan und mit dem Vermieter verhandelt. Bis Samstag, 7. Dezember, können sie in dem Ladenlokal verkaufen. Geöffnet ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr.

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Die Vorbereitungen haben am Montag bereits begonnen. Denn die nackten Räume müssen für den Verkauf erst einmal hergerichtet werden. Für die Ware entsteht eine Ladeneinrichtung aus Europaletten, die Rienhöfer selbst entworfen hat. Auch die Beleuchtung muss verbessert werden. Dazu kann auf Material von Rienhöfers Veranstaltungsservice „Peter und Paul“ sowie vom Event-Dienstleister Mainmix zurückgegriffen werden. Besondere Akzente setzen Stehlampen von Möbel Reuper.

Abwechslung für die Mitarbeiter im Verkauf

Viel Kleinarbeit lief auch im Hintergrund: Fragen wie Versicherungsschutz und Haftpflicht waren zu klären. „Es muss auch alles rechtskonform sein“, erklärt Rienhöfer, über dessen Augenoptik-Betrieb das Projekt firmiert. Dabei half ein Steuerberater. Kassiert wird in einer gemeinsamen Kasse auf Vertrauensbasis: „Wir rechnen das untereinander ab.“

Nicht zuletzt mussten Personalpläne aufgestellt werden. Die Mitarbeiter der vier beteiligten Betriebe würden sich schon darauf freuen, mal etwas Anderes verkaufen zu können, sagt Rienhöfer. Und wer weiß, vielleicht hilft die Aktion auch, einen neuen Mieter für das Ladenlokal zu finden.

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