Das Forstamt schließt seine Pforten

SCHWERTE Alt wie ein Baum ist es nicht geworden, das Forstamt Schwerte. Nach gerade einmal zwölf Jahren packt es im Januar in der Büroetage an der Grünstraße seine Kisten.

von Von Reinhard Schmitz

, 02.01.2008, 07:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Forstamt schließt seine Pforten

Nur noch das Schild in der Grünstraße erinnert an das Forstamt.

 "Regionalforstamt Ruhrgebiet, Dienstgebäude Schwerte" melden sich die Mitarbeiter dort bereits, wenn das Telefon klingelt.

Von den einstmals 17 Angestellten - darunter zwei Auszubildende - sind die meisten schon in alle Winde zerstreut. Der Rest bereitet sich bereits seit Wochen mit Aufräumen und Aussortieren auf den Tag vor, an dem die Tür in der Ruhrstadt endgültig abgeschlossen wird.

"Der Personal ist größtenteils umgesetzt", berichtete Verwaltungsleiter Waldemar Socher, der zwischen den Jahren die letzten privaten Sachen aus seinem Schreibtisch räumte. Dem langjährigen kommissarischen Leiter Franz-Josef Pauly sei gerade die Betreuung der Reviere in Recklinghausen übertragen worden. Vor Ort blieben vorerst lediglich die fünf Revierförster. Zumindest solange, bis der neue Forstamtsleiter Ernst-Jürgen Kleinhans über die endgültige Besetzung seiner künftig 16 Reviere entschieden hat.

Umzugswagen sind bestellt

Der Umzugswagen ist für Ende Januar bestellt, um Akten und Büromöbel zum neuen Regionalforstamt Ruhrgebiet zu karren. In dieser Großbehörde geht Schwerte mit den Forstämter Gevelsberg, Recklinghausen sowie Teilen des Kreises Mettmann auf (wir berichteten).

So beschloss es der Landesbetrieb Wald+Holz, als er seine Organisationsstrukturen durchforstete. Dienstsitz soll Gelsenkirchen sein. Weil dort jedoch noch kein Gebäude zur Verfügung steht, nutzen die Mitarbeiter erst einmal die früheren Räume des Forstamtes Recklinghausen.

Eine ähnliche Situation wie bei der Gründung des Forstamtes Schwertes am 1. Oktober 1995. Auch damals mussten zunächst die Büros der Vorgänger-Behörde in Letmathe genutzt werden. Das dortige Forstamt war nach fast 75 Jahren im Zuge einer Neuorganisation aufgelöst worden. Seitdem betreute Schwerte die Wälder im Kreis Unna sowie die Städte Hamm, Dortmund und Hagen - insgesamt 22 800 Hektar grüne Lunge.

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