Das ist Schwertes kurioseste Autogrammsammlung

Schwerter Superlative

Eine Kochmütze ist Schwertes wohl kurioseste Autogrammsammlung. Dort verewigten sich die siegreichen Ruderer des „Bullenvierer vom Bodensee“. Bereits im Alter von 12 Jahren Begann die Autogramm-Leidenschaft des heute 74-jährigen und trotzdem kann er noch jeden Namenszug auf Anhieb entziffern.

ERGSTE

, 21.09.2016, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ruderer des siegreichen „Bullenvierers vom Bodensee“ ließ Friedrich-Wilhelm Vogt bei der Olympiade 1972 in München auf seiner Kochmütze unterschreiben, auf der er auch Länder-Pins anderer Sportler sammelte. Der fünfte Name – Uwe Bentner – war der Steuermann.

Die Ruderer des siegreichen „Bullenvierers vom Bodensee“ ließ Friedrich-Wilhelm Vogt bei der Olympiade 1972 in München auf seiner Kochmütze unterschreiben, auf der er auch Länder-Pins anderer Sportler sammelte. Der fünfte Name – Uwe Bentner – war der Steuermann.

Kein Block zur Hand, da legte er den Olympiasiegern einfach seine Kochmütze zum Unterschreiben hin. Die kurioseste Autogrammsammlung hütet Friedrich-Wilhelm Vogt seit der Olympiade in München 1972, wo der Bäcker- und Konditormeister mithalf, 12 000 Sportler und Betreuer zu verpflegen. Darunter auch die Männer vom legendären „Bullenvierer vom Bodensee“, die sich als Dankeschön auf seiner Haube verewigten.

Und was soll der fünfte Name auf dem Stoff? „Das ist Uwe Bentner, der Steuermann“, erklärt der Ergster, der ansonsten im Olympischen Dorf Anstecker aus aller Herren Länder zusammentrug. Von China bis Brasilien, von Rumänien bis Kenia. Angesichts der versammelten Größen des Weltsports flackerte bei Vogt die Autogramm-Leidenschaft aus Jugendzeiten wieder auf.

So Begann die Autogramm-Leidenschaft: 

„Mit 12, 13 Jahren bin ich damit angefangen“, berichtet er: „Du hattest ja nicht viel, da hast du Autogramme gesammelt.“ In ein Poesiealbum mit braunem Kunstlederumschlag, wie es Klassenkameradinnen für Sprüche wie „Immer wenn du meinst, es geht nicht mehr...“ nutzten, trug der heute 74-Jährige Erinnerungen an die Sporthelden seiner Zeit zusammen. Teilweise schon auf richtigen Fotokarten, teilweise aber auch ausgeschnitten aus dem linierten Block, mit dem er zu den Wettkämpfen ging.

Diese Namen verewigten sich in seiner Sammlung:

„Die meisten habe ich persönlich geholt“, erzählt Vogt beim Blättern. Und kann die Namenszüge immer noch wie aus der Pistole geschossen entziffern: Fußball-Mittelläufer Herbert Schäfer, Skispringer Georg Thoma, Boxer Max Schmeling, Radfahrer Hennes Junkermann, Handballer Bernhard Kempa. Die Trainer-Legende Zlato „Tschik“ Cajkowski erwischte er bei einem Gastspiel der Dortmunder Borussen auf dem Schützenhof.

Irgendwann bleiben die Seiten des Heftchens weiß: „Als 18-Jähriger war es dann zu blöd, um Autogramme zu betteln.“ Erst die Olympischen Spiele ließen Vogt noch einmal rückfällig werden.

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