So leer wie zu Zeiten der Ausgangssperre darf die Hüsingstraße niemals werden - unsere Autorin hofft auch auf künftige Förderung des Einzelhandels. © Reinhard Schmitz
Meinung

Den Einzelhandel am Leben zu erhalten, funktioniert nicht ohne Opfer

Unsere Autorin begrüßt die Fördermittel, die für den Einzelhandel zur Verfügung stehen. Und glaubt, dass da noch mehr geht – aber nicht, ohne dass andere Bereiche auf der Strecke bleiben.

Dass ein Traditionsgeschäft wie Kettler nach fast 135 Jahren schließt, ist traurig. Viele Erinnerungen hängen daran – auch die Erinnerung, wie es war, bevor der Online-Handel es dem Einzelhandel schwer machte.

Gut zu wissen also, dass Kettler in die Hände einer Geschäftsfrau gegeben wird, die das Erbe fortsetzt. So bleibt der Schwerter Innenstadt ein weiteres Geschäft erhalten zwischen vielen Leerständen. Möglich ist dies auch dank der Fördermittel zur Existenzsicherung in Corona-Zeiten. Es geht dabei um günstigere Mieten und andere Anreize für Gründer und Geschäftsleute.

Fördermittel sollen Gründer ermutigen

Solche Fördermittel sollen mehr Menschen dazu motivieren, mutig zu sein und ihr eigenes Geschäft zu eröffnen – dafür dürften Land und Kommune aber gern noch etwas mehr Geld locker machen. Auch über Corona hinaus, denn ein Einzelhandel mit klugen Konzepten ist ein nachhaltiges Konzept für die Zukunft.

Natürlich ist mir bewusst, dass dafür immer das nötige Kleingeld fehlt. Daher sage ich: An anderen Stellen muss dann ein Projekt mal auf der Strecke bleiben. Denn zwar ist es wichtig, auch andere Bereiche zu fördern. Geht es aber um die nackte Existenz – in diesem Falle des Einzelhandels und der Innenstadt als erlebbaren Raum –, dann muss an anderen Stellen leider ein Opfer gebracht werden.

Über die Autorin
Volontärin
Obwohl nicht in Dortmund geboren, bin ich doch eng mit dieser Perle des Ruhrpotts verbunden. Eine Stadt durch die Augen eines Journalisten kennenzulernen, das fasziniert mich. Seit Oktober 2017 arbeite ich für die Ruhrnachrichten und bin seit April 2020 Volontärin.
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