Ein neues Stadtviertel für 400 Bewohner soll in Holzen gebaut werden

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Eine komplette Siedlung mit rund 400 Bewohnern soll in Holzen am Rosenweg entstehen. Wer etwas dagegen hat, kann sich ab Montag bei der Stadt melden und dort die Pläne einsehen.

Holzen

, 02.07.2020, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 161 Wohnungen und Einfamilienhäuser sollen am Rosenweg in Holzen entstehen. Die Pläne dazu sind nicht neu. Erst dauerte es lange, bis sich jemand des Projekts annahm. Dann musste der Bebauungsplan noch einmal geändert werden, weil es Einwände dagegen gab. Nun wird der Plan noch einmal offengelegt. Das hatte der Rat der Stadt Schwerte im Mai beschlossen.

Nachbarn können Einwendungen vorbringen

Vom Montag, 6. Juli , bis zum 7. August 2020 haben Nachbarn, aber auch die sogenannten Träger öffentlicher Belange, wie Naturschutzverbände oder Energieversorger, die dort Leitungen betreiben, die Möglichkeit, sich mit dem Bauvorhaben zu beschäftigen und Einwendungen vorzutragen.

Die ehemalige Platanen-Allee über das Werksgelände soll die Siedlung erschließen.

Die ehemalige Platanen-Allee über das Werksgelände soll die Siedlung erschließen. © Foto: Manuela Schwerte

Das städtebauliche Konzept des Entwurfs sieht vor, insgesamt 161 Wohneinheiten dort zu errichten, aufgeteilt in Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäuser. Wobei die Mehrfamilienhäuser entlang des Rosenwegs entstehen sollen, die kleineren Häuser im hinteren Bereich des Geländes. Erschlossen wird das neue Siedlungsgebiet über die bestehende Platanenallee, die einst auf das Gelände der Deutschen Nickel führte. Heute endet die Straße vor dem Werksgelände.

40 Prozent der geplanten Wohnungen sind öffentlich geförderter Mietwohnungsbau. „Bezahlbarer qualitativ hochwertiger Wohnraum gehört zu den Zielen, die sich die Stadt Schwerte gesteckt hat“, erklärt Bürgermeister Dimitrios Axourgos in einer Pressemitteilung. „Insbesondere Normalverdiener, Familien und Senioren und Seniorinnen sollten hiervon profitieren“.

Lärmschutz durch hohe Häuserreihe am Rosenweg

Bei der ersten Offenlage des Bebauungsplans Rosenweg sind Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit eingegangen. Wesentliche Anregungen der Behörden betrafen Altlasten, Lärmschutzanforderungen und Hinweise zum Grundwasser, wesentliche Anregungen aus der Öffentlichkeit die ehemals festgesetzte Zufahrt und Lärmschutz-Belange. Das führte zu Änderungen im Entwurf des Bebauungsplans, was die zweite Offenlage notwendig macht.

Den Lärmschutz für das Gebiet will man durch einen viergeschossigen Häuserriegel zum Rosenweg bewerkstelligen. Dadurch wären zumindest die Häuser im hinteren Bereich des Geländes geschützt.

So soll die Siedlung laut den Plänen einmal aussehen.

So soll die Siedlung laut den Plänen einmal aussehen. © GWG

Auf dem Grundstück befanden sich bis 2006 Gärten

Auf dem Grundstück, das einst der Deutschen Nickel gehörte, befanden sich lange Jahre Kleingärten. Erst als Grabeland für Mitarbeiter gedacht, entwickelte die Gartenkolonie später eine Eigendynamik. Ein Labyrinth von Gängen führte zu Gartenparzellen, von denen man in der Buchhaltung des Nickelwerks längst nichts mehr wusste. 2006 hatte die Deutsche Nickel den Gartenpächtern gekündigt. Die Flächen sollten verkauft werden. Was zumindest mit der einen Hälfte schnell gelang. Dort entstand ein kleines Einkaufszentrum mit Netto und Lidl. Der Rest des Geländes, das vor 14 Jahren mit einem Bagger geräumt wurde, soll nun entwickelt werden.

Wenn es keine bedeutenden Einwendungen gibt, könnte man 2021 anfangen zu bauen und wäre 2023 fertig.

Die Offenlage erfolgt nun in der Zeit vom 6. Juli bis zum 7. August 2020. Und zwar kann man:

  • Sich auf der Homepage der Stadt www.schwerte.de informieren.
  • Telefonisch Auskünfte einholen unter Tel 02304 104622,
  • Besichtigungstermine vereinbaren unter Tel 02304 104622
  • Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen schriftlich, elektronisch oder in Ausnahmefällen nach Terminvereinbarung auch zur Niederschrift im Planungsamt (Rathaus I, Rathausstraße 31, Ebene 4) vorgebracht werden.
  • Wer sich für ein Haus oder eine Wohnung interessiert, kann sich per E-Mail bei der GWG melden.

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