Elsebad ohne Pommes? Corona durchkreuzte die Pläne für 2020

hzFreibad in Schwerte

Elsebad ohne Pommes? Diese Szenario drohte für 2020. Jetzt haben die Verantwortlichen eine Lösung gefunden. Und 2021 soll dann das passieren, was eigentlich für dieses Jahr geplant war.

Ergste

, 21.05.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war man kurz davor, die Verträge zu unterzeichnen. Fünf Jahre lang hatte die gemeinnützige Elsebad-Betriebs GmbH den Kiosk im Schwerter Freibad selbst betrieben.

Bis Herbst 2019. Bis immer deutlicher wurde: Der Aufwand wird zu groß, der Mitarbeiter-Pool aber immer kleiner. Also startete man einen öffentlichen Aufruf: Pächter gesucht für 2020 und die Saisons danach.

Vor den fünf Jahren Eigenbetrieb hatte es schon mehrere Pächter gegeben. Mit dem letzten hatte es allerdings Streit um die Finanzen gegeben. Und so war man zu der Idee „alles in Eigenregie“ gekommen. Einige Jahre ging das gut. Doch spätestens 2019 kamen die Verantwortlichen zum Schluss, man wolle zurück zum Pächter-betriebenen Kiosk.

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Ein Mitarbeiter wollte den Kiosk übernehmen

Erst gestaltete sich die Suche nach einem neuen Anbieter von Pommes, Bratwurst und Eis schwierig. Dann hatte man aber Erfolg, erklärt Annette Wild, die Geschäftsführerin der Elsebad GmbH. Ein Mitarbeiter erklärte sich bereit und wollte den Kiosk zur neuen Saison übernehmen.

Auch in den Details einigte man sich offenbar. Unter anderem hatte das Elsebad betont, die Höhe der Pacht werde sich nach der Anzahl der Besucher richten, ansonsten wäre es unfair.

Klar: In einem Super-Sommer läuft das Geschäft. Ist die Saison verregnet, ist die Bilanz verhagelt.

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Mit Corona kamen aber Einschränkungen und die Ungewissheit

Man steuerte also auf die Unterschriften zu – dann kam Corona. Und damit auch die Einschränkungen und Ungewissheiten: Kann die Saison 2020 überhaupt starten? Und falls ja: wann und wie, für wie viele Besucher?

Mittlerweile steht der Plan für das Elsebad: Ende Mai, Anfang Juni sollen Besucher ins Becken und auf die Liegewiese dürfen. Mit Abstand natürlich, an Land wie im Wasser. Auch längere Wartezeiten an der Kasse muss man einplanen.

„Die Saison ist relativ kurz“, unterstreicht Annette Wild. „Deshalb werden wir 2020 den Kiosk doch noch in Eigenbetrieb führen.“ Es sei doch nachvollziehbar: In einer Situation wie der aktuellen würde man doch eher das Risiko eines Neustarts scheuen.

Klappt die Kiosk-Übernahme dann 2021?

Zumal man selbst an den allerheißesten Tagen 2020 nicht mit Einnahmen wie in den vergangenen Jahren rechnen könnte: „Wir können sicherlich nicht 2000 Leute ins Bad lassen“, erklärt Annette Wild. Pro Besucher haben die Verantwortlichen zunächst erst einmal 15 Quadratmeter veranschlagt. 10 sind gesetzlich vorgeschrieben, aber in Ergste will man lieber auf Nummer Sicher gehen.

Wer ist denn nun der Interessent? Männlich, weiblich, wie alt in etwa? Annette Wild möchte dazu lieber nichts sagen. Nur so viel: Die Person kenne sich dort schon ganz gut aus, werde sicherlich 2020 auch zum Team gehören und habe vor allem eins signalisiert: 2021 dann doch zu pachten, wenn es dann Nach-Corona-Zeit sei und alles wieder normal laufe.

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