Ergster erhalten ihre Ampel zur Autobahn - aber nicht für immer

hzLetmather Straße/Ruhrtalstraße

Immer wieder kommt es an der Einmündung Ruhrtal-/Letmather Straße zu schweren Unfällen. Viele Ergster fordern dort einen Kreisel. Jetzt bekommen sie erstmal eine provisorische Ampel.

Ergste

, 30.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst waren die gelben Betonwürfel an den Straßenrändern aufgetaucht. Dann steckten in diesen Fundamenten stählerne Galgen, die hoch über die Einmündung der Letmather Straße in die Ruhrtalstraße ragten.

Schon lange haben sich viele Ergster für diesen gefährlichen Unfallpunkt einen Kreisverkehr oder wenigstens eine Ampelanlage gewünscht. Die wird jetzt auch an den neuen Masten montiert - allerdings nicht auf Dauer, sondern nur für eine begrenzte Zeit.

„Die Lichtsignalanlage ... an beschriebener Stelle ist eine Baustellenampel für den Ausbau der B236, einem Deges-Projekt“, berichtet Simone Döll, Sprecherin der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und Bau GmbH (Deges) in Düsseldorf: „Die Inbetriebnahme ist für den 4. Mai geplant.“ Für den Aufbau müsse in den Tagen davor an dieser Stelle mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden.

Der Verkehr an der gefährlichen Einmündung der Ruhrtalstraße in die Letmather Straße in Ergste wird erst einmal durch eine Behelfsampel geregelt.

Der Verkehr an der gefährlichen Einmündung der Ruhrtalstraße in die Letmather Straße in Ergste wird erst einmal durch eine Behelfsampel geregelt. © Reinhard Schmitz

Voraussichtlich - so die Sprecherin weiter - solle die Ampel für eine Dauer von zwölf Monaten den Verkehr regeln. Dieser Zeitraum ist nämlich eingeplant, wenn nacheinander die beiden Autobahnauffahrten auf die A1 in Schwerte für den Ausbau der B236 am Freischütz jeweils für ein halbes Jahr gesperrt werden.

Bis zum Westhofener Kreuz und wieder zurück

Den Auftakt macht ab Montag, 4. Mai, bis voraussichtlich Freitag, 30. Oktober, die Auffahrt in Richtung Köln samt der zugehörigen Abfahrt. Wer aus Richtung Unna kommt und in Schwerte abfahren möchte, muss dann bis zum Westhofener Kreuz weiterfahren, dort die Fahrtrichtung wechseln und auf der anderen Autobahnseite zurück zur Hörder Straße fahren.

Der Verkehr, der auf die Autobahn auffahren will, wird aber auf eine Umleitung zur Auffahrt Ergste geschickt - an der jetzt provisorisch verampelten Einmündung vorbei.

Rückstaus und viele Unfälle an der Problemstelle

Schon bislang kam es an der Einmündung der Ruhrtalstraße in die Letmather Straße in Ergste, wo die Vorfahrt mit Verkehrsschildern geregelt war, in Stoßzeiten zu langen Rückstaus. Immer wieder ereigneten sich dort auch folgenschwere Zusammenstöße.

Erst im Herbst 2019 wurden bei einem Unfall vier Menschen verletzt - darunter zwei Kinder. Mitte Dezember verunglückte dann ein 22-jähriger Motorradfahrer und zog sich schwere Verletzungen zu.

Um solche gefährlichen Situationen zu vermeiden, fordern viele Ergster schon seit Jahren am besten einen Kreisverkehr für diese Stelle kurz unterhalb der Justizvollzugsanstalt. Doch bei den Behörden blieben ihre Wünsche bislang unerhört. Dort stellte man sich auf den Standpunkt: Erst die B236 in Schwerte ausbauen, und dann den Kreisverkehr in Ergste anlegen. Jetzt gibt es zumindest eine provisorische Ampel, die zeigen muss, ob sie sich bewährt.

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