Fake Shops: Täter zocken unerkannt ahnungslose Kunden im Internet ab

hzOnline Fake Shops

Ein Leser, der von Schwindlern im Internet übers Ohr gehauen wurde, ist damit nicht allein. Die Verbraucherzentrale warnt vor betrügerischen Online-Fake-Shops, die oft täuschend echt wirken.

von Jannah Heiming

09.08.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schnäppchen soweit das Auge reicht: Was auf den ersten Blick durchaus verlockend klingt, kann dem Verbraucher schnell zum Verhängnis werden. Denn im Internet lauern Betrüger, die mit Fake-Shops den Kunden hereinlegen.

Das passierte jüngst einem Mann aus Schwerte, der sich in der Redaktion meldete. Der Schwerter, der lieber anonym bleiben möchte, habe im Internet Ware bestellt, die allerdings nie angekommen sei.

Auch er ist offenbar in die Falle eines Online-Fake-Shop getappt. Diese falschen Online-Shops bieten auf kopierten oder nachgemachten Shop-Seiten im Internet attraktive Produkte an, die den Käufer dann gar nicht oder nur als billige Kopie erreichen.

Tipps gegen Online-Fake-Shops

Die Verbraucherzentrale NRW mahnt zur Vorsicht, wenn verlockende Waren im Internet zum Schnäppchenpreis und gegen Vorkasse angeboten werden. Und gibt Tipps, wie der Käufer den Fake-Shop als solchen enttarnen kann.

Der Verbrauche sollte vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Online-Shop prüfen:

  • Gibt es mehrere Zahlungsarten und eine überprüfbare Anbieteradresse mit Impressum?

Vorsicht bei der Vorkasse und einer umgehenden Überweisung! Auf der sicheren Seite ist der Käufer, wenn er Artikel nur dort bestellt, wo mehrere kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur Verfügung stehen. Das Impressum sollte die Adresse, einen Vertretungsberechtigten, eine E-Mail-Adresse und einen Verweis auf das Handelsregister mit entsprechender Nummer enthalten.

  • Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details angegeben?
  • Werden Lieferbedingungen- und kosten ausreichend genannt?
  • Sind Allgemeine Geschäftbedingungen und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden?

Fake-Shops können eine erfundene oder kopierte AGB aufweisen. Ein Erkennungszeichen für Fake-AGB ist es, wenn sie in schlechtem Deutsch aus einem Übersetzungsprogramm verfasst sind. Ist das der Fall oder fehlen die AGB, sollten Sie besser woanders bestellen.

  • Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie „Trusted Shop Guarantee“, „s@fer shopping“ oder „Geprüfter Onlineshop EHI“ geworben?

Zuverlässig sind solche Siegel nur, wenn man durch das Anklicken auf die Homepage des Prüfunternehmens weitergeleitet wird.

Was Betroffene tun können

Opfer eines Fake-Shops sind übrigens nicht wehrlos: Wer schon Geld überwiesen hat, sollte möglichst schnell seine Bank kontaktieren, um die Zahlung rückgängig zu machen. Der Zeitrahmen, in dem eine Überweisung noch gestoppt werden kann, ist unterschiedlich, teilweise ist das bei Lastschriftverfahren noch bis zu 8 Wochen möglich.

Alle Belege für die Online-Bestellung sollten aufbewahrt werden. Und weil es sich rechtlich gesehen um Betrug handelt, sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw/fakeshops.

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