Festumzug der Hindu-Gemeinde Schwerte führte zum letzten Mal durch die Märkische Straße

hz2000 Teilnehmer

Indische Musik, Räucherkerzen und Opfergaben: Der Festumzug durch die Straßen bildete den Höhepunkt des 21. Tempelfestes der Hindu-Gemeinde. An die 2000 Teilnehmer aus ganz NRW kamen.

Schwerte

, 28.07.2019, 17:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von Fenstern und Balkonen schauten Anwohner der Märkischen Straße auf den bunten Festumzug herab. Viele wollten noch schnell ein Handy-Foto machen. Denn der Festumzug zum 21. Tempelfest der Hindu-Gemeinde wird wohl der letzte vor ihrer Haustür gewesen sein. Der Rohbau des neuen Tempels am Beckenkamp nimmt Formen an, so dass die Göttin Sri Kanakathurka Ampal im nächsten Jahr von dort aus durch die umliegenden Straßen gefahren werden kann, um die Stadt zu segnen. Die Frau des Hauptgottes Shiva kann alle positiven Kräfte schenken - von Gesundheit über Kinder und Eheglück bis zum Wohlstand.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Impressionen vom Tempelfest 2019 der Hindu-Gemeinde Schwerte

Der Festumzug durch die Straße bildete den Höhepunkt des 21. Tempelfestes der Hindu-Gemeinde Schwerte. Rund 2000 Teilnehmer aus ganz NRW begleiteten die Göttin Sri Kanakathurka Ampal in ihrem prächtig geschmückten Wagen.
28.07.2019
/
Manche Frauen mit Opferschalen auf dem Kopf ließen sich rückwärts laufend die Festzugstrecke führen.© Reinhard Schmitz
Vier Schritte vor, drei Schritte zurück - so trugen die Männer die Statue ihrer Göttin Sri Kanakathurka Ampal zu ihrem heiligen Wagen.© Reinhard Schmitz
Auf einer Sänfte wurde die Göttin Sri Kanakathurka Ampal vom Tempel in der Robert-Koch-Straße zu ihrem heiligen Wagen getragen, der in der Märkischen Straße wartete.© Reinhard Schmitz
Frauen begleiteten singend den Festzumzug.© Reinhard Schmitz
Viele Teilnehmer Hindu-Umzugs zückten unterwegs ihre Handys zum Fotografieren.© Reinhard Schmitz
Jedesmal, wenn der Zug stoppte, wendeten sich die Frauen mit den Feuerschalen ihrer Göttin Sri Kanakathurka Ampal zu.© Reinhard Schmitz
Die Teilnahme am jährlichen Tempelfest hat für die Mitglieder der Hindu-Gemeinde eine große spirituelle Bedeutung.© Reinhard Schmitz
Die Kavadi-Tänzer sind so in Trance versetzt, dass sie die Widerhaken in ihrem Rücken nicht spüren und auch nicht bluten.© Reinhard Schmitz
Rituelle Tänzer mit Pfauenfedern-Schmuck begleiteten den Festumzug der Hindus. Sie waren so im Trance-Zustand, dass sie die Widerhaken in ihren Rücken sich weder durch Blut noch durch Schmerz bemerkbar machten.© Reinhard Schmitz
In einem heiligen Wagen zogen die Hindus ihre Göttin Sri Kanakathurka Ampal durch die Straßen. In einem kleineren Wagen fuhr ihr ältester Sohn, der mit dem Elefantenkopf der Weisheit dargestellte Ganasha, voraus.© Reinhard Schmitz
Frauen in kostbaren Sari-Gewändern trugen Opferschalen auf dem Kopf.© Reinhard Schmitz
Eigene Ordner der Hindu-Gemeinde sorgten dafür, dass niemand den engen Bürgersteig an der Hörder Straße verließ.© Reinhard Schmitz
Prächtig geschmückt war der heilige Wagen der Hindu-Göttin Sri Kanakathurka Ampal beim Festumzug durch die Märkische Straße.© Reinhard Schmitz
Männer und Frauen wechselten sich an den Zugseilen des heiligen Wagens der Göttin Sri Kanakathurka Ampal ab.© Reinhard Schmitz
Altbürgermeister Heinrich Böckelühr (l.) und Sparkassendirektor Ulrich Bartscher marschierten zwischen den Zugseilen vor dem heiligen Wagen der Göttin Sri Kanakathurka Ampal mit.© Reinhard Schmitz
Wohl zum letzten Mal zog die Hindu-Gemeinde mit ihrer Göttin durch die Märkische Straße. Im nächsten Jahr wird wohl ihr neuer Tempel am Beckenkamp fertiggestellt sein, so dass die Prozession dort starten kann.© Reinhard Schmitz
Ein Produktionsteam des indischen Fernsehsenders G-TV begleitete den Hindu-Umzug.© Reinhard Schmitz
An langen Doppelseilen zogen die Hindus den geschmückten heiligen Wagen ihrer Göttin Sri Kanakathurka Ampal durch die Straßen.© Reinhard Schmitz
Auch an die Trinkwasserversorgung während der stundenlangen Prozession hatte die Hindu-Gemeinde gedacht.© Reinhard Schmitz
Mit Trommel und Trompeten spielten Musiker Naathaswaram, die Lieblingsmusik der Göttin.© Reinhard Schmitz
Höchstpersönlich sicherte der 2. Vorsitzende des Roten Kreuzes, Martin Kolöchter (r.), hinter dem Festzug der Hindus die Straßen mit einem Einsatzfahrzeug ab. Der 1. Vorsitzende, Heinrich Böckelühr, marschierte barfuß mit.© Reinhard Schmitz
Diszipliniert benutzten die Teilnehmer auf dem kurzen Stück an der Hörder Straße nur den Bürgersteig.© Reinhard Schmitz
Ehrengäste beim Festumzug der Hindus waren (v.l.) Sparkassendirektor Ulrich Bartscher, Alt-Bürgermeister Heinrich Böckelühr und sein Nachfolger Dimitrios Axourgos.© Reinhard Schmitz
Ehrengäste beim Festumzug der Hindus waren (v.l.) Sparkassendirektor Ulrich Bartscher, Alt-Bürgermeister Heinrich Böckelühr und sein Nachfolger Dimitrios Axourgos.© Reinhard Schmitz
Als Ehrengast begleitete Architekt Detlef Peter, der den Bau des neuen Tempels am Beckenkamp leitet, den Festumzug der Hindus.© Reinhard Schmitz
Rituelle Tänzer und die Lieblingsmusik der Göttin begleiteten den Festumzug der Hindus.© Reinhard Schmitz
Vier Schritte vor, drei Schritte zurück - so trugen die Männer die Statue ihrer Göttin Sri Kanakathurka Ampal zu ihrem heiligen Wagen.© Reinhard Schmitz

Vier Schritte vor, drei Schritte zurück. So trugen Männer die Statue der Göttin vom alten Tempel in der Robert-Koch-Straße bis zu ihrem prachtvoll geschmückten heiligen Wagen, der in der Märkischen Straße wartete. Frauen in kostbaren Saris begleiteten - einige rückwärts - mit Opfergaben und Lampen den Zug. Unüberhörbar schallte mit Trommeln und Trompeten die Lieblingsmusik der Gottheit, zu der rituelle Tänzer im Trance über den Asphalt wirbelten. Als Ehrengäste marschierten Bürgermeister Dimitrios Axourgos, sein Vorgänger Heinrich Böckelühr (sogar barfuß), Sparkassendirektor Ulrich Bartscher und Tempel-Architekt Detlef Peter in grünen Umhängen mit. „Sehr beeindruckend“, sagte Axourgos, der für den indischen Sender G-TV interviewt wurde.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt