Überwachungskamera lag im Dreck: Feuer zerstört Gartenlaube auf einem Feld in Holzen

hzBrand in Schwerte

Der Qualm war weithin sichtbar. Die Mitarbeiter eines Kanalspülwagens entdeckten ihn und versuchten zu löschen. Doch auch für die Feuerwehr gab es an der Laube nichts mehr zu retten.

Holzen

, 26.03.2020, 15:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Liegestuhl und Plastiktische standen scheinbar unversehrt neben dem Grill auf der Terrasse. Gerade so, als ob der Gartenbesitzer erst kürzlich nach einem sonnigen Frühlingstag nach Hause gegangen wäre. Doch wenn er zurückkommt, wird nichts mehr so sein wie es war in seiner kleinen grünen Oase am Ortsrand von Holzen.

Seine Laube, die weit draußen mitten auf einem Acker zwischen der Straße Zum großen Feld und dem Westendamm stand, ist am Donnerstagmittag völlig ausgebrannt. „Totalschaden“, bestätigte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Wilhelm Müller.

Besatzung eines Kanal-Spülwagens griff zuerst ein

Als die um 11.55 Uhr alarmierten Rettungskräfte in Holzen eintrafen, schlugen die Flammen schon aus dem Dach des hölzernen Häuschens. „Die Laube brannte in voller Ausdehung“, sagte Wilhelm Müller.

Erste Löschversuche habe schon die Besatzung eines Kanal-Spülwagens der Firma Lönne unternommen gehabt. Die Männer waren zufällig in der Nähe beschäftigt gewesen, hatten den Rauch bemerkt und sofort helfend eingegriffen.

Als die Feuerwehr eintraf, brannte die Gartenlaube schon in voller Ausdehnung.

Als die Feuerwehr eintraf, brannte die Gartenlaube schon in voller Ausdehnung. © Reinhard Schmitz

Geschützt mit Pressluftatmern, rückte dann ein Trupp der Feuerwehr zur Brandbekämpfung aus. Von einem Hydranten in der Straße Zum großen Feld musste eine lange Schlauchleitung quer über den Acker zu dem Garten gelegt werden. Auch aus der Rückseite der Laube drang der Qualm durch die Wandverbretterung.

Mit einem Brecheisen mussten die Einsatzkräfte die Tür des Häuschens öffnen. „Es war keine Person in der Laube“, berichtete Wilhelm Müller. Dafür fanden seine Kameraden aber zwei Elf-Kilogramm-Propangasflaschen, die schleunigst in Sicherheit gebracht und gekühlt werden mussten.

Im Einsatz waren neben der Hauptamtlichen Wache der Löschzug Westhofen, der Rettungsdienst und der Einsatzführungsdienst der Feuerwehr.

Überwachungskamera lag abgebrochen auf einem Feld

Ganz in der Nähe des eisernen Eingangstors stießen die Feuerwehrleute zwischen den kurzen grünen Halmen, die aus dem Kornfeld sprießen, auf die Reste einer Überwachungskamera.

Das Gehäuse war offenbar von seiner Halterung abgebrochen worden, das Kabel mit einem sauberen Schnitt durchtrennt. Seine Leute hätten die Polizei, die ebenfalls am Ort des Geschehens war, auf den Fund aufmerksam gemacht, sagte Wilhelm Müller.

Auch auf der Rückseite der Laube drang der Qualm durch die Bretterwände nach außen.

Auch auf der Rückseite der Laube drang der Qualm durch die Bretterwände nach außen. © Reinhard Schmitz

Ob er in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Brand stehen könnte, vermochte Polizei-Pressesprecher Bernd Pentrop am Donnerstag noch nicht zu sagen. „Die Ermittlungen laufen noch“, konnte er lediglich vermelden. Der Brandort sei beschlagnahmt worden.

Nach jetzigem Stand - so bestätigte Bernd Pentrop außerdem die Informationen Feuerwehr - sei aber niemand verletzt worden.

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