Firmen setzen auf Gespräche statt Strip-Einlagen

Verbesserung des Arbeitsklimas

SCHWERTE Nackte Haut lässt Xaver Majewski kalt – selbst in der Sauna. Der FAB-Betreiber hält nichts davon, dem Arbeitsklima mit einer Strip-Einlage zu neuen Höhen zu verhelfen. "Menschen mit wenig Kleidung – das ist für uns hier kein Anreiz", sagt Majewski.

von Von Anne Petersohn

, 10.07.2009, 06:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Firmen setzen auf Gespräche statt Strip-Einlagen

Xaver Majewski bleibt angezogen: "Ich habe so viele Leute im Bikini gesehen - das ist kein Anreiz mehr."

Auch die FKK-Aktionen, die vor Jahren im FAB angeboten wurden, seien erfolgreich gewesen. Doch für das Schwimmbad-Team selbst kann sich Majewski keine positiven Effekte vorstellen. "Die Schwimm-Meister sind doch ohnehin nur leicht bekleidet." Auch Karl-Willi Demgen hat bisher noch keine kuriosen Stimmungsmacher ausgegraben. Für seine 28 Mitarbeiter organisiert er aber dennoch Aktionen: "Wir treffen uns einmal im Monat, um über die Situation zu sprechen und zusammen zu sitzen", erklärt der Geschäftsführer von Demgen Werkzeugbau. Gleich heute stehe ein Grillabend auf dem Programm. "Dann kommen die Leute gerne zur Arbeit – auch in schweren Zeiten wie im Moment."

Und auch Thomas Kämmerling vom gleichnamigen Fitness-Center setzt auf ein gutes Miteinander. "Wir nehmen uns jede Woche eine Stunde Zeit für jeden Mitarbeiter", erklärt Kämmerling. Durch das Gespräch könnten Konflikte vermieden werden. "Das ist wichtig. Sonst haben am Ende auch die Gäste schlechte Laune." In diesem Jahr wolle das Team an einem Wochenende verreisen. "Aber ausziehen werde ich mich nicht."

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