Gefahr für alle: Trockenheit lässt auch Felder in Schwerte schnell zu Flammenmeer werden

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Es herrscht extreme Trockenheit. Bereits jetzt ist die Gefahr durch Feldbrände hoch. Kleinste Funken reichen aus, um ganze Felder zu zerstören, doch nicht nur Landwirte sind in Gefahr.

Schwerte

, 02.08.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Wochen regnet es kaum, das spürt auch die Natur. Dabei sind die Wasserreserven im Boden bereits vom vergangenen Jahr noch völlig ausgezehrt. Darunter leiden Landwirte besonders, aber zur Gefahr kann es für alle werden.

Wie ernst die Lage tatsächlich ist, spürten am Dienstag (30.) viele Autofahrer auf der A1. Dort war ein Böschungsbrand durch Trockenheit entstanden. Auch in den Tagen davor, am Donnerstag (25.) und am Freitag (26.), rückte die Feuerwehr aus. Ein Kornfeldbrand hielt die Iserlohner Feuerwehr und auch die Landwirte auf Trab.

Vorsicht walten lassen

Der Westfälisch-Lippischer-Landwirtschaftsverband Unna warnt vor Feldbränden und bittet um Vorsicht. „Es ist überall sehr trocken und der kleinste Funke reicht aus, um ein Feld zu entzünden“, sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe Hans-Heinrich Wortmann.

Bei einer Trockenheit, wie sie zur Zeit überall herrsche, verbunden mit Wind, könne sich ein Brand extrem schnell ausweiten.

Wortmann bittet Spaziergänger und Autofahrer, ihre Zigaretten nicht achtlos wegzuwerfen. Eine weitere Gefahr gehe von Glasscherben aus, diese wirken wie Brenngläser. Auch hier gelte: „nicht achtlos wegwerfen.“

Feldbrand wird zur Gefahr für alle

Von der Trockenheit sind allerdings nicht nur Landwirte selbst betroffen. „In unserer dicht besiedelten Region kann ein Brand auch auf benachbarte Häuser übergreifen“, sagt Hans-Heinrich Wortmann. Bisher hätten es die Feuerwehren und die Landwirte, durch gegrubberte Schneisen, immer geschafft ein Ausbreiten zu verhindern. Es sei jedoch wichtig, dass solche Feuer erst garnicht entstehen.

Das sagt ein Schwerter Landwirt

Auch Ortslandwirt Bernd Schulte aus Schwerte warnt vor der Gefahr durch herumliegende Glasscherben und brennenden Zigaretten: „Es wäre schon eine große Hilfe, wenn das vermieden würde. Auch glaube ich, sind Kinder, die mit Silvesterböllern spielen, Auslöser für Brände.“

Während der Ernte müssen auch Landwirte aufpassen, dass sie die Felder nicht entzünden. Denn die Erntemaschinen können hohe Temperaturen erreichen und ein Stein im Mähwerk kann Funken auslösen. „Wir haben unsere Maschinen alle ein bis zweimal täglich abgeblasen, um das Stroh vom Gerät abzuhalten, denn das kann manchmal schon für ein Feuer ausreichen“, erzählt Bernd Schulte.

Zwar hat der Landwirt sein Korn gedroschen und die Getreideernte beendet, allerdings gilt das nicht für alle Landwirte. Außerdem brennen auch die Stoppeln und das umliegende, mittlerweile braune, Gras weiterhin mehr als gut. Somit gilt weiterhin: Umsicht mit Brennbarem im Freien.

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